Leb wohl Internet Explorer 6 – Nur noch 2% in Deutschland

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Welchen Browser lieben alle Webdesigner? Genau den Internet Explorer 6 mit seiner grenzenlosen Vielfalt – an Fehlern. Es gibt wohl keinen Browser, der Webdesignern mehr Kopfzerbrechen bereitet hat als der Internet Explorer 6. Aktuell ist die Version 9 und ich muss sagen, ich habe bei keinem Projekt auch nur eine Fehldarstellung feststellen müssen. Auch nicht bei älteren Kundenseiten. Es gibt allerdings noch Menschen, die den in fast 10 Jahre alten Browser noch immer benutzen. Die Gründe sind meist verschieden, aber immer unverständlich. Allerdings werden es weniger – in großen Schritten.

Das Logo über diesem Absatz werden sicherlich nicht mehr Alle kennen, die diesen Blog lesen. Denn es ist einfach mal fast 10 Jahre alt. Der Internet Explorer 7, 8 und 9 hat jeweils ein anderes Logo. Wenn Webdesigner es sehen, ist es meist egal, welche Version, hassen werden sie es dennoch. Dazu zähle auch ich, zumindest beim 6er. Allerdings nicht mehr lange, denn Der Internet Explorer 6 ist fast verschwunden. Zumindest in Deutschland.

Die Verbreitung vom Internet Explorer 6 fällt stetig.

Vor geraumer Zeit hat Microsoft eine Website ins Leben gerufen, welche sich The Internet Explorer 6 Countdown nennt. Auf dieser wird recht übersichtlich die Verwendung des Internet Explorer 6 dargestellt. Immer am ersten des Monats wird die Zahl aktualisiert. Derzeit – also für Mai – liegt die weltweite Verbreitung bei gerade einmal 10,9%. Zum Vergleich, im April lag sie bei 11,6%, was mal eben 0,7% weniger sind. Wenn es also so weiter geht, wird die Zahl für Juli nur noch einstellig sein.

Was allerdings für die meisten Webdesigner viel wichtiger sein sollte, ist die Frage über die Verbreitung in Deutschland. Und das kann man bereits in der Überschrift lesen. Nur noch 2% Verbreitung hat das alte Mistding in Deutschland. Da es hier leider keinen Chart gibt, wie es die letzten Monate aussah, müsst ihr mir jetzt einfach mal glauben, dass es letzten Monat noch 2,8% waren. Finde ich verdammt beeindruckend.

Für mich als deutscher Webdesigner bedeutet das, dass der Internet Explorer 6 nicht mehr zu den unterstützten Browsern zählt. Meine Projekte zeigen ein ähnliches Bild auf. Alleine WishuLoad liegt noch über 3% und das auch nur im Viewer, auf der restlichen Seite, liegt er bei unter 2%. Bei Kundenprojekten wird die Unterstützung für den IE6 schon eine Weile als Extrakosten abgerechnet, da es teilweise einfach mal 2-3 Stunden mehr Arbeit sind, je nach Größe des Projekts. Natürlich sehe ich mir meine Seiten auch mal kurz im IE6 an, allerdings fixe ich da nichts mehr, wenn die Seite benutzbar bleibt. Im Zweifelsfall entferne ich einfach das Stylesheet.

Ich bin also zuversichtlich, dass wir bis Ende des Jahres bei unter einem Prozent in Deutschland liegen und dann wirklich jeder einsieht, dass der Internet Explorer 6 tot ist. Ein bisschen Leid tun mir ja die Webdesigner in China und Süd-Korea wo das Ding tatsächlich noch relevant ist. Liefert ihr noch Unterstützung für den IE6? Oder nutzt ihr ihn vielleicht sogar noch?

9 Kommentare

  1. Hallo und Danke für die Info.

    Ich habe früher Netscape und dann Firefox als Browser genutzt. Den IE6 habe ich nur zum Prüfen von Seiten in Benutzung. Wenn alle Webdesigner die IE6 installiert lassen, werden wir wohl leider nie die 0% erreichen :o)

    Gruß Oliver

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  2. den Göttern sei es gedankt. Ich dachte schon ich werde diesen Browser nie mehr los. Jedes fitzelchen, dass man gemacht hat musste man sich auf diesem unfall von Browserversuch ansehen, was gerade noch eine wirklich gute Idee war verkam binnen sekunden zum Horror, denn der 6er hats wiedermal nicht kapiert.

    Es sah ein bisschen anders aus, es sah leicht fehlerhaft aus, es hat hinten und vorne nicht funktioniert und die gesamte Seite zerdeppert.

    Noch vor einem Jahr hab ich immer noch Rücksicht genommen und mir das ein oder andere Script verkniffen, hab mir CSS gespart und hab mich verbogen.

    Ich unterstütze die Theorie, dass wohl wirklich die armen Webdesigner einen beträchtlichen Teil der noch aktiven 6er-User stellen, denn immer noch schaut man sich doch wenigstens an was aus dem eigenen Projekt so wird, wenn es im 6er aufgerufen wird.

    Auf jedenfall ein Grund zum Feiern.

    Kaffeetasse hoch auf das Ende eines schlechten produktes mit enormer reichweite und zweifelhafter berühmtheit.

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  3. Ich bin irritiert, denn die Zahlen über die Verbreitung des IE6 in Deutschland sind sehr unterschiedlich – mal 2%, mal 23%. Ich teste meine Projekte noch immer damit, aber die meisten Internetnutzer, die ich kenne, sind auf Firefox umgestiegen. Ich finde, es sollte schnell gehen mit dem allgemeinen Umstieg, denn immer mehr Kunden wollen ihre Websites mobile-browser-tauglich haben, und das ist ähnlich aufwendig parallel zu realisieren, wie IE und Firefox vor 5 Jahren.

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  4. "Es gibt allerdings noch Menschen, die den in fast 10 Jahre alten Browser noch immer benutzen. Die Gründe sind meist verschieden, aber immer unverständlich."

    Unfug! Auch ich habe ihn noch … allerdings auch nur neben dem Feuerfuchs ;) Ich nutze ein Tool mit dem ich (aus verständlichen, aber nur umständlich zu erläuternden Gründen) den Verlauf auslesen und manipulieren kann. Das funktioniert ab IE7 nicht mehr. Unterstützen tu ich den 6er aber ganz sicher nicht mehr, sonst ginge die Freizeit bald gegen Null :)

    "Allerdings werden es weniger – in großen Schritten."

    Im Gegenteil, sie werden wieder kleiner. Siehe Diagramm. Das liegt daran, dass inzwischen fast nur noch ein harter Kern übrig ist, der es aus welchen individuellen Gründen auch immer aber noch eine Weile lang bleiben wird – weil er sich auf einen Teil des Webs konzentriert, der mit dem IE6 überhaupt noch benutzbar ist, mangels Redesigns wahrscheinlich aber auch noch länger bleiben wird. Erst wenn dieser quasi nicht mehr existiert, wird auch Schluss sein mit dem IE6!

    Apropos, mich würde mal interessieren wie die Daten ermittelt werden. Der nächstliegende Gedanke: Auf eigenen Websites, von Microsoft also über microsoft.com. Das würde allerdings bedeuten, dass Webdesigner, die nur ihre eigenen Projekte mit dem IE6 kurz anschauen, in dieser Statistik nicht auftauchen, weshalb die (in jedem Fall ironische?) Annahme, die 2% würden sich mehr oder weniger aus solchen rekrutieren, eher nach Denkfehler riecht ;)

    "… und dann wirklich jeder einsieht, dass der Internet Explorer tot ist."

    Vorsicht mit vergessenen Versionsnummern, da gerät ein solcher Satz leicht mal zum Kalauer :D

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  5. "Ich bin irritiert, denn die Zahlen über die Verbreitung des IE6 in Deutschland sind sehr unterschiedlich …"

    Das kommt halt drauf an, wie und wo von wem gemessen wird ;)
    Die Quelle für die 23% wüsst ich allerdings auch mal gerne …!?

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  6. Murphy, mit unverständlich meinte ich für die Allgemeinheit unverständlich. Aus deinen jetzigen Erläuterungen kann ich zum Beispiel keinen Sinn darin sehen, weiß aber leider auch nicht genau was du damit machst.

    Ich sagte auch die dass die Schritte größer werden, das wäre so gar nicht zu bewerkstelligen. Je weniger es werden, desto kleiner werden auch die Schritte. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass es große Schritte sind.
    Dass irgendwann mehr oder weniger Schluss sein wird, ist klar. Es gibt jetzt auch noch Menschen, die Windows 2000 einsetzen, genau so wird es in 15 Jahren noch vereinzelt IE6-Nutzer geben. Diese sind für die normale Internetbenutzung allerdings nicht mehr so stark von Bedeutung.
    Fakt ist allerdings, dass hier in Deutschland die Menge schon so gering ist, dass die meisten keine Rücksicht mehr auf diesen Browser nehmen müssen. Selbst Google, Microsoft und auch WordPress haben die Unterstützung eingestellt.

    Wie auch auf der Seite vermerkt, kommen die Daten von NetApplications. Die wohl einzige repräsentative Statistik über Browsernutzung.

    Danke für den Hinweis. Versionsnummer wird sofort hinzugefügt ;)

    Gruß
    Wishu

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  7. Ich habe die Gründe doch bewusst gar nicht erläutert, wie solltest du also einen Sinn darin sehen können ;) Stattdessen habe ich darauf hingewiesen, dass die Behauptung "die Gründe sind immer unverständlich" (egal ob allgemein oder persönlich) einfach Unfug ist, und ziemlich anmaßender noch dazu. Wenn ich dir meine Gründe näher erläutern würde, dann würdest du sie auch verstehen … soviel habe ich inzwischen glaube ich aus deinem Blog herauslesen können. Das lohnt aber den Aufwand nicht, denn abgesehen davon, dass es ziemlich off-topic wäre, interessiert es auch keine Sau – und dich wohl auch nicht, denn vermutlich meinst du mit "unverständlich" eher "inakzeptabel" als "nicht verständlich" (was die eigentliche Wortbedeutung wäre).

    Lange Rede kurzer Sinn, es gibt verständliche (!) Gründe, ob man diese nun akzeptieren mag oder nicht. Auf einen mir vorher auch nicht bekannten davon bin ich soeben per Zufall bei der Lektüre einer Tutorial-Seite gestoßen, was übrigens der einzige Grund ist warum ich schon wieder hier bin:
    Offenbar haben viele Firmen browserbasierte SAP-Anwendungen (ein Bereich, in dem ich mich nun auch überhaupt nicht auskenne) die für den IE6 optimiert wurden und aufgrund von Gewährleistungsfristen oder was auch immer noch genau so laufen. Ich finde diese Erläuterung, die auf ähnliche Fälle übertragbar ist und einen nicht unerheblichen Teil der noch übrigen Prozente erklärt, absolut plausibel.

    Dein Absatz über die Schrittgröße wirkt in sich etwas widersprüchlich, spielt im Grunde aber auch keine Rolle, da absolute Größen eh subjektiv sind ;) Ich bezog mich auf relative Größen, über die das verlinkte Diagramm eine klare Sprache spricht: In Zeitraum Ende 2010, als viele Major Sites den IE6-Support einstellten, waren die Schritte tatsächlich relativ groß. Im Vergleich dazu sind sie inzwischen aus dem genannten Grunde (harter Kern) deutlich kleiner, was deiner zitierten Formulierung widerspricht.
    Bezüglich der nächsten beiden Absätze hingegen sind wir doch offensichtlich eh derselben Meinung, wenn ich unsere entsprechenden Äußerungen (siehe Unterstützung) dazu vergleiche, weshalb ich da auch keinen Grund zum Widerspruch sehe :)

    Danke für die Quellenangabe, die ich nachdem ich mich anschließend noch dort umsah natürlich auch gleich gefunden habe. Die allgemeine Frage nach der Datenerfassung bleibt dennoch interessant, denn wie auch aus dem Post oben drüber hervorgeht, gibt es ebenso zahlreiche wie variierende Statistiken, die offenbar für Irritierung sorgen. Persönlich würde ich mich natürlich auch nur auf entsprechend repräsentative Erfassungen verlassen – daher auch meine Neugier, wie man noch auf 23% kommen kann … vielleicht das Ergebnis einer internen SAP-Umfrage? Wer weiß :D

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