Samsung Galaxy Nexus ohne SD-Slot – Na und?

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Jeder, der sich ein wenig mit Technik auseinander setzt, wird wohl den Release des neuen Android Flagschiffes Samsung Galaxy Nexus mitbekommen haben. Pures Dynamit, wenn ihr mich fragt und ohne Kompromisse mein nächstes Smartphone. Kritisiert wird gerne, dass das Samsung Galaxy Nexus keine Speicherkarte besitzt. Meiner Meinung nach reichen 16GB interner Speicher vollkommen aus, denn wir sind nicht mehr im Jahre 2008.

Die Aussage oben klingt paradox? Ich weiß, das ist sie auch denn wieso sollten 16GB 2008 ausgereicht haben und 2011, wo die Dateien größer werden nicht mehr? Das liegt schlichtweg daran, dass wir weniger lokal speichern müssen. Ich glaube nicht, dass wirklich viele daran gedacht haben, dass man wirklich seine Daten mal im Netz ablegt und von überall drauf Zugriff hat, doch wenn man sich mal umsieht, tun das viele von uns schon lange, wenn auch unterbewusst.

16GB interner Speicher reichen meiner Meinung nach vollkommen aus, denn wir haben die Cloud, die bei Android eine sehr große Rolle spielt. Ein wichtiger Teil ist hierbei GoogleMusic. Der Speicher auf meiner SD-Karte im Desire hat sich seit Langem nicht mehr wirklich verändert. Ebenso habe ich seit Ewigkeiten keinen direkten Zugriff mehr vom Rechner aus gehabt. Nicht weil ich es nicht konnte, sondern weil ich es nicht brauchte.

Ich kann bei GoogleMusic bis zu 20.000 Songs aufbewahren und die Android-App kann man auch ohne Probleme in Deutschland nutzen. Klar, das kostet etwas an Traffic, aber meiner Meinung nach weniger, als man vermuten würde. Ich habe eine 1GB-Flat von Vodafone und komme damit locker über den Monat, obwohl ich ständig Musik höre. Zudem ist die Verbindung überraschend stabil. Selbst einige Minuten Empfangsschwäche werden von GoogleMusic gekonnt ausgeglichen. Auf dem Weg nach Potsdam zum Beispiel habe ich ca 3-6 Minuten keinen Empfang. Allerdings noch nie einen Abbruch bei der Musik gehabt.

Damit ist der Großteil des Speichers doch schon wieder frei. Man braucht nicht jeden Song, den man hat in sein Telefon packen, denn man hat seine komplette Musiksammlung immer dabei. Und wenn man weiß, dass man in Empfangsschwache Gebiete fährt, kann man die Musik jederzeit über die GoogleMusic-App offline verfügbar machen. Was speichert man denn sonst noch großartig auf der SD-Karte? Fotos.

Ja klar, das Ding hat eine hübsche Kamera, also wären Fotos sinnvoll, die man speichern kann. Das Galaxy Nexus hat allerdings eine 5MP-Kamera, was für Bildgrößen von durchschnittlich 3-4 MB sorgt. Somit kann man auf 16GB noch immer über 4.000 Fotos speichern. Und wenn es nicht reicht, hat man noch die Cloud – Stichwort Picasa, ein weiterer Service von Google.

Auch Dokumente sind nicht mehr notwendig, als Platzfresser. Denn mit Google Text & Tabellen (Besser bekannt, als GoogleDocs), hat man damit auch kein Problem mehr. Lesen, bearbeiten, teilen etc. Geht Alles mit der App. Auch hier kann man die Dokumente wieder offline verfügbar machen.

Man sieht also recht deutlich. Je mehr Clouddienste ich nutze, desto weniger Festspeicher brauche ich. Sicherlich ist das auch eine Vertrauensfrage, aber mal ganz ehrlich, man nutzt ein Gerät von Google, das sind alles Dienste von Google, warum also nicht? Ich nutze fast jeden Dienst, den Google anbietet und habe mittlerweile nicht einmal mehr Microsoft Office auf meinem Rechner installiert, weil ich es einfach nicht brauche. Alles liegt im Netz. Jederzeit für mich zugänglich. Die Dateien werden immer größer, der benötigte Speicherplatz für mich selbst immer kleiner.

Wer übrigens noch zusätzlich Onlinespeicher braucht, kann sich Dropbox mal ansehen. Gibt es als Anwendung für Windows, iOS, Android etc. Dazu noch als Webanwendung. Man hat 2,25GB Onlinespeicher über den Link oben (sonst nur 2GB) und das reicht auch für einige weitere Dateien. Ich synchronisiere damit zum Beispiel all meine Websites, so kann ich dran arbeiten wo ich will. Auch habe ich einige gemeinsame Ordner.

Man nutzt das Internet sowieso schon, warum nicht auch als Arbeitserleichterung und Platzersparnis? 16GB Festspeicher sind nicht viel, wenn man komplett offline ist, aber dann braucht man auch kein Smartphone, denn ein Smartphone ohne Internet ergibt keinen Sinn.

So, in der Hoffnung, dass das hier irgendwer liest, stelle ich mal zum Schluss noch die Frage, was ihr davon haltet. Habt ihr noch weitere sinnvolle Clouddienste, die meine Aussage unterstreichen? Haltet ihr mich für verrückt, weil das Alles nicht stimmen kann oder was auch immer? Würde mich einfach mal interessieren.

13 Kommentare

  1. Ich bin kein Freund davon, klar kann man mit 16GB Speicher und Cloud Diensten auskommen, aber warum eine etablierte Option wegnehmen? Ich bin nicht gezwungen sie zu nutzen, aber ich KANN sie nutzen und da hat wohl jeder Anwender unterschiedliche Profile.
    Ich sehe hier halt gerade zur Konkurrenz mit einen großen Vorteil, das einfach Optionen offen gelassen werden. Ähnlich sehe ich es auch mit dem Massenspeichermodus, was mit Sicherheit ein ähnlicher 'Aufreger' ist. Klar mag für viele Anwender es einfacher sein kein Filesystem zu sehen, ich kann mich aber nach X Jahren immer noch nicht damit anfreunden einfach alles in irgendwelche DBs oder indizierte Filespaces zu schubsen, ich weiß einfach gerne WO meine Files liegen und genau das ist für mich einer der größten Vorteile von Android.

    • Sicherlich Ansichtssache, aber einen Fehler möchte ich bitte korrigieren.
      »Ähnlich sehe ich es auch mit dem Massenspeichermodus, was mit Sicherheit ein ähnlicher 'Aufreger' ist.«
      Es ist lediglich ein Aufreger, weil es so rüber gebracht wird. Es wird immer wieder gesagt, dass es keinen Massenspeichermodus gibt, es wird aber meist vollkommen verschwiegen, dass das total egal ist. Jedes heutige Betriebsystem kann mit diesem Media-Übertragungsstandard umgehen. Es ist nichts Anderes als ein Wechseldatenträger, es heißt nur anders, bedient wird es genau gleich.

      Der Vorteil, den du ansprichst, der geht mit dem Galaxy Nexus nicht verloren, er wird nur verlagert. Der Nutzer merkt davon nichts.

  2. Ich mag nicht als 'typischer' Nutzer durchgehen, von daher eher weniger Fehler als Meinung. Mich persönlich regt es auf und ich sehe hier unter dem Deckmantel der 'Usability' einen Nachteil für mich. Warum nicht optional? Alles geht, nix muss. Ich mag keine Kategorisierung von Daten mir ist es egal ob es Audio, Video oder ein Speicherdump ist, ich möchte es einfach irgendwo hinwerfen können und wie gut solche Übertragungsstandards funktionieren durfte ich schon zu genüge erleben. Just my 0.02$

    • Welcher Nachteil entsteht denn genau für dich? Dass du an einem WindowsME-Rechner damit nichts anfangen kannst? Es ist und bleibt der gleiche Vorgang. Du hast deine Ordner, du hast deine Dateien und du kannst sie einfach übertragen, wie auch beim Massenspeichermodus. Es heißt halt nur anders.

      • Dann habe ich das ganze falsch verstanden?! Mag ich nicht ausschließen, ich lese nochmal nach. Wir werden sehen, bestellt hab ich es jedenfalls schon mal ;)

      • Der Nachteil von der Cloud ist, dass die Daten immer eine weiten weg gehen müssen bis sie am Smartphone sind, was Akkuleistung und viel, viel Traffic frisst. So ein weit entfernter Speicher ist einfach nur uneffizient, da hab ich den Speicher lieber direkt eingebaut und sofort zur verfügung.

  3. Hast du schon mal was von lossless Music gehört zbs. Flac da wird ein Lied schnell mal 25Mb gross, fertig mit Cloud die übrigens unsicher ist..
    Ich hasse das Mp3 Format, das ist das gleiche wie wenn jemand heute einen Fernseher kauft, der will auch einen Full Hd Tv und keinen Röhrenfernseher mit Pal auflössung aber eben die meisten jugendlichen wollen nur bass hören und möglichst laut anstatt das alles im richtigen takt ist Höhen, Mittel, Tiefton an der richtigen stelle und es spielt keine grosse rolle welche Musik man hört, ich selber habe einen Beyerdynamic T5p und Sennheiser HD800 Kopfhörer mit einem Verstärker von Ray Samuels.
    Das sind Welten zwischen Mp3 und Flac mit dem richtigen Equipment, lasst also die Finger von Inears und billigen Kopfhörern, fangt mal mit einem igrado an, ist nicht schlecht für den Anfang hat aber keine Darstellung von Räumlichkeit.
    Das ist mein statement zu dem Thema Speichererweiterung.

    • Hallo Titan,

      ja ich kenne FLAC. Aber ganz ehrlich, welches Smartphone hat einen so guten Chip, um den Unterschied zwischen MP3 320 und FLAC hören zu können? Im besten Fall das iPhone 4, wenn man den Hypern glauben darf. Der Vergleich mit Röhe vs HD ist etwas arg überholt. Das wäre wohl eher HD vs Full HD. Den meisten reicht auch HD, aber für den vollen Genus braucht man halt Full HD.

      Zu deinen genannten Kopfhörern. Weder glaube ich, dass irgendein Smartphone dieser Welt 800€-Kopfhörern gerecht werden kann, noch glaube ich dass die zuletzt erwähnten 10€-Kopfhörer einen Unterschied zwischen FLAC und MP3 320 hörbar machen.

      Finger weg von billigen Kopfhörern? 10€ halte ich dann doch für arg billig. Und Inears? Sind für mich persönliche das praktischste. Du kannst nicht davon ausgehen, dass jeder die Nachteile von Bügelkopfhörern auf sich nehmen wird. Insbesondere weil die meisten Menschen kein ausreichend trainiertes Gehört dafür haben, um überhaupt einen positiven Effekt zu erzielen. Du darfst nicht vergessen, dass die meisten dröhnen mit Bass gleich setzen.

      Das die Cloud unsicher ist, kommentiere ich an der Stelle nicht weiter.

      • hi,

        hi ich muste bei hd und full hd lachen.

        full hd war bloß das beste was es gab für vollen genuß reicht es noch lange nicht, aber solange mann es nicht noch besser kennt. merkt mann es nicht.

        by my mobilephone

  4. Der Igrado kostet 70 Euro und jedes neue Handy ja auch Galaxy Nexus kann die Musik perfekt rüberbringen das hat genug Rechenleistung und Ram wir leben im digitalen Zeitalter nicht im analogen mit röhren und ich habe den Verstärker von Ray Samuels also genug power vom Strom, das sind Welten von mp3 zu Flac und dann nochmal von igrado zu Sennheiser Hd800 mit dem Verstärker, klar besser geht es immer aber die 0,1% lass ich mal weg im übrigen schafft jede billige micro Sd 3,5mb/s kannst ja selber ausrechnen wenn ein lied 30MB gross ist reicht locker im übrigen kannst du dir auch eine Anlage von Focal kaufen zbs. die Grande Utopia für 160`000 Euro nur die Lautsprecher am besten in einen 25 qm Raum mit Fliesen überall, da kann ich dann auch eine Anlage für 3000 Euro in einen extra gebauten Hifi Raum stellen und es wird besser tönen als die teure. Was auf keinen fall vergessen werden darf sind die wichtigen Kabel die dürfen ruhig 2500Eur kosten pro meter aus irgend einem Material aber egal Silber leitet strom immer noch am besten Ausnahme man nimmt gleich einen Supraleiter (keine Spannungsverluste) wird nur etwas kühl;)
    Ach ja wer eine High End kaufen will nehmt euch die ganzen Zeitschriften da ist Teufel immer weit oben dann doch lieber noch eine überteuerte Burmester, Canton, Bower&Wilkins, Focal, Nubert, (Klipsch), Mark Levison, uswLautsprecher. Was ich empfehle hört euch alle Anlagen an aber bitte nicht auf eine Hifi Messe gehen. Jeder hört etwas anders im Akustischen bereich und der Raum ist sehr wichtig LxBxH, Material Dämmung usw geht mal Yamaha Anlagen hören warum? Weil sie den Kreislauf geschlossen haben sie bauen nicht nur Lautsprecher, Verstärker sondern auch Instrumente was andere Hersteller nicht machen, ihr müsst mir nicht glauben, kauft euch die teuersten Stereoanlagen und denkt es sei die beste der Welt mit Verstärkern über 50000 euronen. Ein Verstärker verstärkt wie der Name schon sagt nur das Signal (Sinuskurve) mehr eigentlich nicht muss halt nur sauber in der Zeit sein und keine verzerrung von der Elektronik selber kommen.

  5. An und für sich ist der fehlende Slot ja kein Problem aber warum werden dann ab Werk keine 32GB verbaut? Bei den Speicherpreisen dürfte das letztlich nicht ins Gewicht fallen.

  6. Ich stand kürzlich vor der Wahl Nexus/S2, und auch ich finde: Das Problem ist nicht der fehlende Slot, sondern dass nur 16GB integriert sind!

    Der Verweis auf die Cloud, die lokalen Speicher angeblich überflüssig mach, wird der Realität m.E. nicht gerecht: Zum einen ist 1 GB Traffic nicht überall erschwinglich. In der Schweiz zahlst du dafür auch 2012 noch dermaßen hohe Beträge, dass sich eine 32GB-Karte oder ein Gerät mit mehr Speicher in kürzester Zeit amortisiert. Zum anderen: Wann braucht man die großen Dateien wie Musik oder Videos? Unterwegs, in Zügen, Flugzeugen. Und wann ist der Netzempfang und damit die Cloud am unzuverlässigsten? Unterwegs, in Zügen. Flugzeugen.

    Und so ist das Galaxy Nexus für mein Nutzungsprofil eben doch keine Option.

  7. Ich will aber nicht gezwungen sein meine Dateien weit weg zu speichern nur um sie dann bei Bedarf wieder runterladen zu müssen. Mit mehr Lokalem Speicher hat man nicht nötig, die Daten irgendwohin auszulagern, man kann sie einfach dort Speichern, wo man sie benutzen will, und zwar am Smartphone. Es ist einfach nur sinnlos, seine großen HD Clips ständig runterzuladen, mit lokalem Speicher ist der Schritt des runterladens nicht nötig, somit effizienter.
    Außerdem unterscheidet sich Lokaler Speicher von Cloud speicher nur darin, dass der Cloud-Speicher woanders ist und es somit notwendig ist, die Daten ans Gerät zu streamen. Lokaler Speicher ist direkt am Gerät, die Verbindungen sind also kürzer und man hat alles sofort zur Verfügung.