Irgendwas mit froh und neu

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Huch. Schon der Zweite? Dabei wollte ich diesen Beitrag hier doch bereits in 2013 vorschreiben und automatisch am 01.01. rausjagen. Nunja, kam anders und so nun manuell am 02.01. Als erstes natürlich: Frohes neues Jahr! Ich hoffe ihr habt den Jahreswechsel gut überstanden und könnt nun 2014 positiv entgegen blicken. Ich tue dies auf jeden Fall und freue mich auf 12 Monate die vielleicht nicht ganz so ätzend werden, wie die aus 2013.

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2013 war für mich ein durchaus prägendes Jahr. Es ist unfassbar viel passiert und ich lag häufiger am Boden, als in allen anderen Jahren zusammen. Wie für fast jeden, den ich kenne, war 2013 das schlimmste Jahr (egal ob 16 Jahre alt oder 60), dass sie je hatten. Keine Ahnung, ob es unterbewusst an der 13 lag, bei der man sich Pech einredete, aber Fakt ist: 2013 war nicht so toll, wie es hätte sein können.

Deutlich habt ihr es auch hier gesehen. Gerade mal knapp 80 Beiträge gab es dieses Jahr. Es gab immer wieder längere Pausen. Immer wieder einen kurzen Lückenfüller, um wenigstens ein bisschen was zu machen. Aber so wirklich hat hier nichts geklappt. Ich hatte 2-3 Beiträge, welche durch die Decke gingen. Hab mir aber auch vieles verkniffen, was ich eigentlich hätte schreiben wollen. Einfach aus der Unlust und dem Frust des Lebens her.

Dazu kam der Punkt, dass ich mir immer wieder einrede, dass dies noch immer ein Webdesign und Webentwickler-Blog im Hauptschwerpunkt ist. Aber seien wir mal ehrlich, wann hab ich dazu das letzte Mal was geschrieben? Eine Neuausrichtung muss auf jeden Fall her. Bisher hänge ich an »Technik, Gaming & der Rest der Welt«, um mir möglichst wenig Druck zu machen und auch endlich mal Gaming wieder hier reinzubringen. Das wollte ich schon seit Ewigkeiten machen.

Rückblickend betrachtet war 2013 auch eigentlich gar nicht das Schlimmste, was hätte passieren können. Allerdings nur, wenn man sich das Gesamtbild und das Endprodukt ansieht. Ich verlor meine beste Freunde. Meine Beziehungen scheiterten brutal. Ich verlor meinen Job. Ich verletzte mich am Fuß. Und ich hatte kurzzeitig wieder derbe Geldprobleme.

Klingt schrecklich. War es auch. Ich habe keine Freunde mehr, die ich 2012 mal live getroffen habe. Keine engen Freunde mehr von damals. Meine besten Freunde sind alle weg. Allerdings habe ich 2013 die wohl liebsten Menschen in mein Leben gelassen, die man sich vorstellen kann. Die Freunde, die ich jahrelang hatte und die immer mal wieder hinter meinem Rücken lästerten, sind weg. Dafür habe ich jetzt großartige Freunde, die immer da sind.

Über die Beziehungen, will ich nicht groß reden. Absolutes Chaos. Allerdings endete das Ganze gut. Sehr gut. Besser, als ich es mir je hätte erträumen lassen. Und diese Beziehung wird nicht scheitern.

Auf Twitter hat man es damals mitbekommen. Im Juni verlor ich meinen Job bei einer Firma, in der ich 23 Monate arbeitete. Der Grund? Ein Tweet. Ich schrieb »Uh heute sollte Gehalt kommen o/«. Dieser Tweet wurde mir so erheblich negativ ausgelegt (Betriebsgeheimnisse und bla), dass ich nachgab und ging. Mein Exchef versuchte mich vorher schon rauszuekeln, aber ich bin ein Gewohnheitsmensch und kann recht viele Lasten tragen. Im Endeffekt, wurde es dann doch kurz eklig und ich zog mich komplett zurück.

Im August tauchte dann ein sehr guter alter Freund von vor vielen Jahren auf und empfahl mich in seiner Firma. Ein Tag später: Vorstellungsgespräch. Noch am selben Abend, bekam ich einen Anruf, ob ich noch Bock hätte und ob ich direkt am nächsten Tag anfangen kann. Seit dem 15. August bin ich nun das erste Mal in einer Firma, in der ich mich wohl fühle. Ich werde akzeptiert. Ich werde gebraucht. Ich werde gehört. Und es gibt ständig Kuchen :D

Mitte November verletzte ich mich böse am Fuß. Bänder überdehnt. Noch eine kleine Bewegung zu viel und es wird zum Bänderriss. Ich saß 2 Wochen zuhause. Wer mich kennt, weiß wie ich es hasse, nichts machen zu können. Es riss mich wieder in ein Loch, weil ich mich nutzlos fühlte. Nachdem ich hier wieder regelmäßig schrieb, kam eine Weile nichts mehr. Ich hatte Zeit zum nachdenken. Ich hab ein wenig zu mir gefunden. Und ich habe mir endlich nach Ewigkeiten des Rumdrucksens eine Wii U in der Wind Waker Special-Edition gekauft.

Die Geldprobleme hatten direkt mit dem Jobverlust zu tun. Ich hatte knapp ein Monatsgehalt auf der hohen Kante und sehr viel Zuversicht, dass ich nur einige Tage arbeitslos bleibe. Ich wollte mich nicht vom Amt abhängig machen und nunja. Es dauerte länger und ich lebte trotzdem so weiter, als würde ich Gehalt bekommen. Ich musste erneut lernen, mit nichts auszukommen. Das hat sich wieder gefangen und ich komm finanziell wieder super klar.

Das Jahr war also wirklich heftig für mich. Ich spiel es hier etwas runter. Nicht alles davon geht jeden etwas an. Einiges lass ich aus. Unter anderem einige Schicksalsschläge, die ich einfach nicht bereden möchte.
Im Endeffekt hat sich nach diesem absoluten Miststück von 2013 aber das Meiste zum Positiven gewendet und ich schaue sehr positiv in Richtung 2014 – Nicht zuletzt wegen der großartigen Frau an meiner Seite.

Hier im Blog wird sich die Tage noch ein bisschen was ändern. Wer aufmerksam ist, wird schon einige stärkere Design-Veränderungen über die letzten Wochen mitbekommen haben. Zwei Schritte fehlen hier noch, dann ist auch das fertig (Wobei ein Webdesign nie fertig ist). Auch wird endlich der Testbericht zum Nokia Lumia 720 kommen, der schon so brutal überfällig ist, dass es mir fast peinlich ist, den jetzt noch zu bringen. Aber hey, es ist nach wie vor ein großartiges Gerät, welches mich täglich begleitet.

2013 ist endlich zu Ende. 2014 kann kommen. Ich bin bereit und ich hoffe, dass auch ihr mich wieder begleitet. Ob hier, auf Twitter, auf Facebook oder auf Google+. Ich freu mich den Weg mit euch gemeinsam zu gehen. Es wird ein langer Weg. Vielleicht auch ein harter Weg. Aber vor Allem wird es ein großartiger Weg!
Ich hab noch ein paar Tage frei und hoffe, auch ihr könnt euch ein wenig erholen. Und sorry für den sentimentalen Kram zwischendurch. Der Wishu-Blog ist und bleibt mein Sprachrohr und ich möchte mir nicht mehr selbst verbieten, das zu schreiben, was ich möchte.

5 Kommentare

  1. Gratuliere zu deiner positiven Einstellung, besonders zu deiner neuen Partnerin und dem neuen Job, der dir ja offensichtlich viel besser entspricht als dein voriger. Hoffentlich bleiben dir beide erhalten, ist ja nicht so selbstverständlich heutzutage.

    Erzähl halt sicherheitshalber nichts über die Firma, obwohl es mir rätselhaft ist, was an „heute gibts das Gehalt lol“ so geheimnisvoll oder übel sein soll. Freust dich halt aufs Geld weil du was kaufen willst, oder so. Aber solche Entlassungen nach twitter/facebook-Äusserungen sind ja neuerdings in Mode.

    Aber zusammengefasst wars ja doch ein gutes Jahr für dich, wenn du das Endergebnis ansiehst. Ich bin bei meiner Partnerin noch am abwarten ob sich da doch noch was verbessert, hab aber wenig Hoffnung. Ist halt alles mehr zur Gewohnheit geworden und ich hab keinen Dunst wie ich das ändern könnte. Auch fast alles andere kommt mir zum Großteil schmerzlich bekannt vor – sind wir Verwandt? Von meinen Freunden ist auch seit Jahren nix mehr übrig, nichtmal Anrufe und neue nicht in Sicht. Was sicher zum Teil meine eigene Schuld ist, Freundschaften muß man pflegen, heißt es, doch genau das schaffe ich nicht mehr. Es fehlt … ich weiß nicht was, die Energie, Wille, Geld, irgendwas in dieser Richtung. Was weiß ich, wird im Frühjahr hoffentlich besser. (Winterdepri)

    Noch ein großes Danke für den kleinen Einblick in dein Privatestes, war für mich jedenfalls interessanter als irgendein Bericht über ein Gerät das ich mir eh net leisten kann. Alles Gute und Gesundheit im kommenden Jahr, Christian

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    • Ja. Das Ergebnis ist wirklich gut. Allerdings habe ich auch hier nicht alles erwähnt. Mir wurde zum Beispiel mein Telefon geklaut, was ich hier verbloggt habe. Das hat sich nicht zum Guten gewendet. Es gab dadurch zwar einen kleinen Glücksfall, aber das war es auch schon wieder. Das Telefon und die Daten sind weg.

      Bei einer Beziehung muss man immer selbst wissen, wie viel Zeit und Kraft man noch investieren kann oder will. Gewohnheiten sind nicht Schlimmes. So sind Beziehungen, man gewöhnt sich an den Menschen. Nur wenn man zur Selbstverständlichkeit wird, sehe ich persönlich das kritisch. Ich bin ein großer Freund davon, wenn der Alltag in einer Beziehung einkehrt, denn dann sieht man, ob man nur verliebt war oder liebt.

      Und wenn man um Freunde permanent kämpfen muss, dann stimmt was nicht. Klar, man muss Freundschaften pflegen, aber das gilt für beide Seiten. Sowohl bei einer Freundschaft, als auch in einer Beziehung ist es wichtig, dass beide Seiten dran arbeiten.

      Freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat :)

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  2. Grundsätzlich gehören auch Tiefschläge zum Leben. Wenn man viel verliert, nur nicht den Mut, Gesundheit und die Lebensfreude, ist es aus meiner Sicht nur ärgerlich. Und wenn man kämpft, wird alles wieder schnell gut.
    Ich glaube auch nicht, dass man Schicksalsschläge an einem Jahr festmachen kann. Und das man auch in schweren Zeiten viel lernt, kommt man eigentlich gestärkt hervor und ist bei weiteren Schlägen meistens besser vorbereitet.
    Abschließend natürlich wünsche ich ein erfolgreiches Jahr 2014

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    • Stimme dir vollkommen zu. Ich bin in der Zeit definitiv stärker geworden. Allerdings hatte ich wirklich noch nie so viele (wie gesagt hier ach unerwähnte) Schicksalsschläge, wie in diesem Jahr.

      Danke, wünsche ich dir auch :)

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