Windows 10 Upgrade – Nur noch 10 Tage kostenlos

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Dass Windows 10 vor rund einem Jahr erschienen ist, ist kein Geheimnis. Das dürfte jeder, der noch nicht das Upgrade gewagt hat, bereits mehrfach gesehen haben. Sei es nun durch den sehr dezenten Hinweis, mit dem Microsoft ein 11 Monate lang die Nutzer beglückt hat und dadurch viel Lob und Zuspruch erhielt oder durch die letzten Tage, in welchen Microsoft nun durch eine liebevoll designte Vollbildmeldung darauf aufmerksam macht, dass das kostenlose Upgrade bald nicht mehr möglich ist. Vielleicht war einiges aus dem Satz gerade sarkastisch gemeint. Vielleicht…

Mit seinen Live-Kacheln bietet das neue Startmenü eine große Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten…

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Wie dem auch sei, heute eingeschlossen, sind es nur noch 10 Tage. Denn der 29. Juli ist der letzte Tag, an dem man sich das kostenlose Upgrade von Windows 7 oder Windows 8.1 auf Windows 10 sichern kann. Als Nutzer der ersten Stunde (eigentlich sogar früher, denn ich bin im Insider Programm) kenne ich Windows 10 nun seit etwas mehr als einem Jahr und bin nach wie vor sehr zufrieden. Klar, es ist eine Umstellung. Natürlich ist einiges anders. Auf jeden Fall wird man einige Dinge zuerst doof finden. So sind Menschen, so sind große Upgrades.

Windows 8-Nutzer werden es hier etwas einfacher haben. Denn das auf dem Papier gut aussehende – aber in der Benutzung vollkommen scheiternde – Design von Windows 8 wurde verbessert. Deutlich. Wie? Indem man das beste aus diesem Design genommen hat und es einfach mit dem von vielen geliebten Design von Windows 7 fusioniert hat. In meinen Augen sehr gelungen, wenn ihr mich fragt. Klar, die Kacheln sind immer noch eine Sache, die viele skeptisch sehen, aber selbst der größte Skeptiker, den ich kenne, hat kürzlich geupgradet und nach 5 Tagen meckern, dass nicht alles zu 100% identisch zu Windows 7 ist, ist er zufrieden. Er mag es sogar und lernt langsam die Vorteile kennen.

So geht es sicherlich vielen. Nicht jeder hat die Zeit sich stundenlang zu belesen, was besser ist und warum es besser ist. Nicht jeder versteht die Hintergründe, warum manches so gemacht wurde, wie es jetzt ist und nicht einfach so belassen wurde, wie es bereits die Dinosaurier damals programmiert hatten. Aber das ist auch gar nicht so wichtig. Für ersteres liefert Windows 10 eine App namens »Erste Schritte« mit, welche einem immer unter die Arme greifen kann, wenn man nicht weiter weiß und letztes muss man einfach akzeptieren. Wir haben auch keine Tasten mehr am Mobiltelefon, wir kochen nicht mehr über offener Flamme und irgendwie konnten wir uns auch damit arrangieren in Häusern statt Höhlen zu wohnen.

Alles ist zuerst doof, wenn es neu ist. iOS 7 wurde damals dafür verurteilt, weil das Design von 2006 aktualisiert wurde und alles auf Flat-Design umgestellt wurde. Android wurde dafür kritisiert, dass einige Bereiche im System jetzt hell sind oder nicht mehr an der Stelle sind, wo ich sie auf meinem HTC Magic im Jahre 2009 noch fand. Es gibt immer die Fraktion, die alles ganz schlimm findet, egal was es ist. Die Kunst ist: Einfach nicht drauf hören und sich selbst ein Bild machen. Das funktioniert in allen Bereichen des Lebens ganz gut. Na ok, fast alle, wenn euch jemand sagt, fasst nicht auf die heiße Herdplatte, hört lieber drauf. Oder macht euch selbst ein Bild, aber das empfehle ich erstmal nicht.

Die Empfehlung sich von Windows 10 selbst ein Bild zu machen, spreche ich allerdings ganz klar aus. Ich setze es seit über einem Jahr auf allen Rechnern und Tablets ein und auch auf Arbeit haben wir mittlerweile jeden Rechner geupdatet. Größere Probleme gab es wie erwartet natürlich nicht. Und für die kleineren findet man überall im Internet Hilfe, so wie man es eben von anderen Bereichen der Technik oder eben auch früheren Versionen von Windows gewohnt ist.

Ein Risiko besteht hier übrigens nicht wirklich, wenn man das Upgrade auf Windows 10 macht. Sollte es zum unerwarteten Fall kommen und nichts geht, weil das Notebook oder der Fertig-PC aus ALDI zu extrem exotische Hardware haben, dass es aus irgendeinem Grund keine Treiber für Windows 10 gibt, dann kann man jederzeit zurück. In den Einstellungen gibt es einen Punkt, über den man 30 Tage lang ohne Probleme und in sehr kurzer Zeit zurück zur vorherigen Version kann. Dateien gehen dabei selbstverständlich keine verloren. Diese 30 Tage gelten auch, nach dem 29. Juli noch. Macht ihr also das Update direkt am letzten Tag (Ich empfehle, es definitiv vorher zu machen), dann habt ihr dennoch 30 Tage, um zurück zu gehen. Bedenkt aber, dass das kostenlose Upgrade dann nicht mehr gilt.

Achja, zum Thema »Einfach nicht drauf hören und sich selbst ein Bild machen.« zählt auch die Sache mit der Lizenz. Es gibt das Gerücht, dass die Lizenz für Windows 10 nur auf einem Rechner gilt und nicht übertragen werden kann. Richtig ist, dass ihr eine Lizenz nicht an zwei Rechnern zeitgleich nutzen dürft. Geht ein PC allerdings kaputt, könnt ihr die Lizenz natürlich auf einem anderen PC weiter verwenden. Des weiteren gibt es das Gerücht, dass die Windows 10 Lizenz erlischt, wenn ihr die Hardware tauscht. Das ist ebenso Unsinn und es gibt keinen einzigen bekannten Fall, in dem das bisher passiert ist. Glaubt mir, davon hätten wir dank Qualitätsjournalismus von der BILD oder der CHIP definitiv erfahren.

Ich kann im Gegenzug allerdings selbst bestätigen, dass nichts passiert. Kurz nach dem Upgrade habe ich an meinem Rechner Mainboard, CPU, RAM und Netzteil ausgetauscht. Also fast schon ein komplett neuer Rechner. Ich konnte ihn danach einfach wieder hochfahren und Windows 10 war weiterhin aktiviert. Zum Start kam lediglich eine Meldung, dass mal eben für die neue Hardware die Treiber heruntergeladen werden. Darum musste ich mich also auch nicht mehr kümmern. Ein halbes Jahr später habe ich meine alte SSD ausgetauscht. Leere SSD in den Rechner, USB-Stick mit Windows 10 ran, installieren, fertig. Hier hat sich der Vorteil der angeblichen Hardware-Bindung gezeigt. Denn das System war sofort aktiviert. Ohne, dass ich einen Key eingeben musste. Dieses Bequemlichkeitsfeature funktioniert allerdings nur, wenn man vorher und nachher mit demselben Microsoft-Account eingeloggt wird. Zusätzlich hatte ich auf Arbeit ein defektes Netzteil, steckte die SSD in einen anderen Rechner und konnte sofort weiter arbeiten und musste nichts neu aktivieren. Dieses Gerücht kann man also als absoluten Quatsch bezeichnen.

Doch warum sollte man überhaupt auf Windows 10 upgraden? Dafür gibt es so viele Gründe, dass das einen eigenen Beitrag erfordern würde und da man das an einer Fantastillion Stellen im Netz nachlesen kann, spar ich mir mal die komplette Feature-Liste. Kurz zusammengefasst: Es ist deutlich schneller als Windows 7 und immerhin noch merklich schneller als Windows 8. Außerdem kommt es mit neuerer Hardware und Software besser zurecht. Nebenbei hat man Zugriff auf den Windows Store, welcher einen mit Universal Apps und künftig auch sicher mit normalen Programmen versorgt. Ich nutze Apps am Rechner sehr gerne, da sie eine schlanke und oft bessere Alternative zur Website sind. Für Gamer kommt noch dazu, dass sie einige Xbox-Spiele künftig am PC spielen können und die Grafik-Leistung dank DirectX 12 nochmal deutlich verbessert wird. Außerdem sind künftige Updates für Windows 10 generell kostenlos. Wie das Anniversary Update, welches ab dem 02.08. ausgerollt wird, welches Windows 10 nochmal ordentlich im Detail verbessert. An der Stelle darf sich Microsoft Kritik von meiner Seite anhören, dass das Update nach dem Ende des kostenlosen Upgradezeitraums kommt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Also stoßt das Update an und macht einen Versuch. Meine Empfehlung: Wenn es euch nicht zusagt, geht nicht sofort zurück. Ihr habt 30 Tage, nutzt diese. Wenn Windows 10 auch am 29. Tag immer noch nicht gefällt, kann man immer noch zurück und verliert keine Daten. Hier findet ihr zwei Möglichkeiten das Windows 10 Upgrade zu starten. Weitere Infos zu Windows 10 findet ihr hier. Wenn ihr Fragen habt, die Kommentare stehen euch immer offen. Egal ob vor dem Update oder danach :) Viel Spaß mit Windows 10!

7 Kommentare

  1. Hallo,

    gibt es eine Möglichkeit, sich für Windows 10 zu entscheiden, ohne es gleich installieren zu müssen? Ein Bekannter hat eine kleine Firma und will jetzt unbedingt Windows 10 haben. Es sind ca. 5 Rechner und ich soll das installieren. Den Stress, jetzt alles bis 29. installiert zu haben, will ich mir nicht antun.

    Daher die Frage, ob man MS irgendwie beibringen kann, der Rechner bekommt Windows 10 aber installieren werde ich es später?

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    • Nein. Das ist nicht der Gedanke hinter dem kostenlosen Upgrade. Einfach die Lizenz sichern und dennoch Windows 7/8 nutzen, geht nicht und wäre auch etwas unsinnig. Man upgradet die Lizenz ja, bekommt aber keine zusätzlich geschenkt.

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      • Also, ich habe Windows 10 auf meinen USB-Stick gezogen und kann jederzeit einzelne Rechner und Notebooks damit kostenlos upgraden. Ich würde also sagen, wenn du dir jetzt noch Windows 10 auf einen USB-Stick ziehst, müsstest du auch noch nach dem 29. Juli 2016 kostenlos die 5 Rechner upgraden können.

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        • Du hast die Installationsdateien auf dem Stick. Das heißt aber nicht, dass damit die Aktivierung auch gegeben ist. Natürlich kannst du upgraden, hast dann aber kein aktiviertes Windows 10, sondern musst es dir kaufen. So wie es mit XP, Vista, Windows 7 und auch Windows 8 bereits war. Nur gab es bei den älteren Versionen nie eine Zeit, in der man kostenlos upgraden kann.

          Wenn du nach dem 29.07.2016 diesen Stick benutzt, muss eine gültige Windows 10 Lizenz vorhanden sein. Aller Voraussicht nach, wird diesbezüglich eine Meldung kommen, wenn man das System das erste Mal einrichtet. Nur die bloße Installation zu haben, heißt ja nicht, dass man damit auch eine Lizenz hat.

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  2. Also, ich habe die Lizenz von Windows 10 und habe damit schon 2 Notebooks geupgradet. Es funktioniert. Dagegen weiß ich nicht, ob das nach dem 29.07. auch noch so funktioniert. Da könntest du dann recht haben, dass ich da dann eine gültige Lizenz brauche, weil diese dann abgelaufen ist.
    Allerdings habe ich „Windows 8/8.1 Enterprise“ und kann somit nicht kostenlos Windows 10 upgraden.

    Das heißt: Wer Windows 8/8.1 Enterprise und Windows 7 Enterprise hat, ist von diesem kostenlosen Angebot ausgeschlossen.

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    • Wenn du eine Lizenz erworben hast, hast du eine Lizenz für einen Rechner. So wie es schon immer bei Windows war. Außer du hast eine extrem teure Enterprise-Lizenz. Wenn du mit deinem Stick einen PC oder ein Notebook upgradest, nutzen diese nicht deine Lizenz, sondern die Lizenz, welche vorher drauf war, wird ebenso auf Windows 10 geupgradet.

      Der Stick den du hast hat nur die Installation drauf. Keine Lizenz, denn diese gibt es nicht in der Form. Es wirkt nur so, weil Windows 10 eben automatisch aktiviert ist, wenn man es von Windows 7 oder Windows 8 upgradet.

      Da hast du Recht. Die Enterprise-Versionen von Windows 7 oder 8 sind vom kostenlosen Upgrade ausgeschlossen.

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