Xbox One: Controller Docking Station von Capcy im Test

Die Controller der Xbox One sind super. Allerdings haben sie einen ganz entscheidenden Nachteil gegenüber den Controllern der PS4 zum Beispiel: Sie laufen mit Batterien. Manche sehen das als Vorteil, ich persönlich bin nicht der größte Fan davon. Daher nutze ich seit einer Weile eine Docking Station für meine Xbox One Controller und hatte nun die Gelegenheit die von Capcy zu testen.

Capcy Docking Station

Update vom 01.12.2017: An der Stelle sei angemerkt, dass ich auch 10 Monate nach diesem Beitrag noch immer sehr zufrieden mit der Docking Station von Capcy für die Xbox One Controller bin. Die Akkulaufzeit der mitgelieferten Akkus hat sich bisher nicht merklich verändert und auch sonst traten keine Probleme auf. Die Ladestation ist zudem zu 100% kompatibel mit dem mitgelieferten Controller der Xbox One X.

Wie der Zufall es wollte, kam die Docking Station von Capcy genau ein Jahr nachdem ich den Testbericht zur alten Docking Station veröffentlichte bei mir an. Dieses Mal musste ich allerdings nicht selbst zahlen, sondern wurde von dem Berliner Startup persönlich kontaktiert. Ein Beitrag wurde aber nicht vereinbart, das mache ich aus freien Stücken. Das nur vorweg, um transparent zu sein. Angesichts der Tatsache, dass ich ja wie erwähnt bereits eine andere Docking Station im Einsatz habe dachte ich mir, dass der Test auch für euch sicherlich sinnvoll ist.

Um es nochmal ins Gedächtnis zur rufen, was mir an einer Docking Station wichtig ist, hier nochmal eine kurze Zusammenfassung. Der wichtigste Punkt ist natürlich die Akkulaufzeit. Diese sollte länger sein, als mit guten Batterien – in diesem Test darf aber auch gerne mehr drin sein, als bei der alten Docking Station. Ebenso darf das Handling der Controller nicht darunter leiden, somit sind große Akkupacks für mich kein Thema. Zu guter Letzt muss die Docking Station gut aussehen, nicht aufwändig oder extrem durchdesignt, einfach gut und schlicht.

Fast endlos zocken

22 Stunden war der Benchmark der anderen Akkus, den galt es zu schlagen. Dank der 1.200 mAh Akkus (Die Station von Venom liefert 700mAh Akkus mit), war dies absolut kein Problem. Ich muss die Controller schon mehrere Tage sehr intensiv nutzen, damit ich irgendwann mal die Meldung bekomme, dass der Akku fast leer ist. Aufgrund der Tatsache, dass es so lange dauerte, die Akkus leer zu kriegen, muss ich an dieser Stelle schätzen, allerdings wurden 35 Stunden locker geknackt. Hier können mich die Akkus auf jeden Fall vollends überzeugen.

Im Endeffekt kann ich damit sagen, dass die Akkus nie leer sind. Irgendwann muss ich schlafen gehen und in der Zeit lege ich die Controller einfach in die Docking Station von Capcy und in wenigen Stunden sind die Akkus wieder voll. Soweit ich das beobachten konnte, dauert es knapp 2 Stunden für eine 100%ige Ladung.

Kleine Unterschiede im Design

Da mir die Haptik der Controller sehr wichtig ist, lege ich auf diese Stelle auch einen besonderes Augenmerk. Fügen sich die Akkus nahtlos ein? Stört es beim spielen, wenn sie eingelegt sind? Schließlich sind haben die Akkus mit 1.200 mAh eine fast doppelt so hohe Kapazität, wie die von Venom. Und tatsächlich, sind die Akkuklappen von Capcy ein kleines bisschen anders. Man merkt es beim anfassen, nicht aber beim spielen und der Vorteil durch diese kleine Erhöhung macht das auch wieder wett. Denn diese kleine Erhöhung dient auch als Schiene für die Docking Station, welche die Controller sehr leicht in die entsprechende Ladeposition bringt.

Capcy Docking Station - Akku

Der Akku steht ein wenig hervor, doch der Vorteil ist hier größer, als der Nachteil

Im Endeffekt ist es etwas, das ich bemängeln müsste, aber es verändert die Haptik nicht wirklich. Beim zocken komme ich nie an diese Bereiche und somit stört es an der Stelle einfach nicht. Erwähnenswert ist es dennoch. Wer jetzt Angst hat, dass diese kleine Erhöhung mit den Elitecontrollern kollidieren könnte, kann übrigens beruhigt aufatmen. Die Docking Station wird explizit als Elite-Kompatibel ausgewiesen und hat damit einen entschiedenen Vorteil gegenüber der Venom-Station. Doch da wäre noch etwas.

Klügeres und schlichteres Design der Docking Station

Die Docking Station selbst hat es mir übrigens sehr angetan. Sie ist sehr viel kleiner als die von Venom, hat aber auch drei weitere Dinge, die ich sehr zu schätzen gelernt habe. Als erstes wären da die Status-LEDs. Diese sind als sehr schlichte aber auffällige Lichtleisten auf der Oberseite der Station zu finden. Ist ein Controller drin und lädt noch, leuchtet die leiste grün, ist der Controller voll oder nicht mehr drin, geht das Licht aus. Eine deutlich angenehmere Lösung, als die auffällig Farbwechsel LED der Venom-Station. Außerdem ist das Licht deutlich sanfter und indirekt.

Dazu kommt, dass die Station per Micro-USB-Kabel geladen wird. Dieses wird einerseits mitgeliefert, andererseits dürfte aber auch jeder eines (oder eher mehrere) davon Zuhause haben. Schließlich ist das der Standard von den meisten Smartphones seit einigen Jahren. Aber auch der Xbox One Controller selbst, hat einen Micro-USB-Port. Das ist auch der Grund, warum man sich für diesen Anschluss entschieden hat, USB Typ-C hätte einfach keinen Sinn ergeben. Hier ist man bei Capcy offen für ein Upgrade, wenn Microsoft und Sony auch zu USB Typ-C wechseln.

Capcy Docking Station - Ladestation

Die Station ist sehr kompakt…

Als wichtiger Hinweis wäre allerdings anzumerken, dass man die Akkus nicht mit dem USB-Kabel direkt am Xbox Controller laden kann. Das lässt Microsoft ausschließlich bei offiziellen Akkus für die Xbox One zu, welche man nur im Play’n’Charge-Kit von Microsoft bekommt. Allerdings gibt es von Capcy auch ein Play’n’Charge-Kit, welches mit der Docking Station kompatibel ist. Dieses liefert selbst auch noch einen Akku mit, wodurch man sogar noch einen Ersatz hat, wenn man dieses Kit zusätzlich zur Docking Station kauft.

Den dritten Punkt habe ich schon angesprochen. Die Positionierung der Controller in der Docking Station ist sehr viel schlauer gelöst, als bei den meisten anderen Stationen. Die Controller liegen so drin, dass die Wippen eines Elite-Controllers nicht berührt werden. Viel wichtiger für mich (Denn ich habe keinen Elite-Controller) ist allerdings die Kompatibilität zum Chatpad. Dieses nutze ich sehr gerne und da das Chatpad den Stromverbrauch des Controllers erhöht, muss ich häufiger laden (wobei das mit den Akkus auch mit Chatpad kaum vorkommt). Ich muss das Chatpad nicht mehr vom Controller trennen, wenn ich diesen laden will. Ein großer Pluspunkt für mich. Allerdings sieht man dann die Lade-LED nicht so leicht.

Fazit zur Docking Station von Capcy

Mich persönlich hat Capcy überzeugt. Anders kann ich es nicht sagen. Meine Docking Station von Venom liegt schon lange im Schrank und wurde von Capcy verdrängt. Hätte ich sie mir gekauft, wenn ich schon eine gehabt hätte? Nein. Wozu? Ich habe doch eine. Zudem wusste ich nichts von den Vorteilen. Dadurch dass Capcy mir diese allerdings zum testen zur Verfügung gestellt haben, bot es sich einfach an. Klar, die Venom-Station ist nach wie vor klasse, wenn man mich heute allerdings fragen würde, welche Docking Station ich empfehlen würde, würde ich jederzeit sagen, dass die 7€ mehr für die Capcy sich definitiv lohnen.

29,99€ kostet die Docking Station von Capcy derzeit auf Amazon und für diesen Preis kann ich sie definitiv empfehlen. Probleme traten in dem zweimonatigen Test bisher nicht auf und die Qualität – sowohl optisch, als auch haptisch – lässt sich definitiv sehen. Das Play’n’Charge-Kit von Capcy bekommt man derzeit für 14,99€ auf Amazon und somit hat es nicht nur eine größere Kapazität, als das offizielle Kit, sondern ist auch noch günstiger. Wie das Ganze aussieht, seht ihr in folgendem Bild.

Capcy Play and Charge Kit

Das Play’n’Charge-Kit von Capcy funktioniert mit den gleichen Akkus, wie die Station…

2 Kommentare Lust was dazu zu sagen? Dann ab in die Kommentare damit!

  1. Komisch, eingebaute Akkus sind bei Smartphones ein Grund zur Kritik, die eingebauten Akkus der Playstation sollen ein Vorteil sein. Die Akkus meiner beiden PS3-Controller haben inzwischen längst das Zeitliche gesegnet, da lobe ich mir das Xbox-Konzept, wobei ich handelsübliche Akkus nutze. Für Vielspieler mag die Dockingstation aber Sinn machen.

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    • kiwiKaiser

      Vielleicht habe ich mich ein bisschen falsch ausgedrückt. Ich meine keineswegs die eingebauten Akkus, als Vorteil. Ich sehe lediglich die Akkus als Vorteil, dabei ist es mir persönlich nicht ganz so wichtig, ob sie integriert sind oder nicht. Es ging mir auch um den Auslieferungszustand. Die Xbox Controller sind hier natürlich viel flexibler, dennoch muss man zusätzlich investieren, um sie einfach aufladen zu können.

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