Windows 10 auf der Xbox ausprobiert

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Seit gestern gibt es für das Xbox One Preview Programm eine etwas breitere Verfügbarkeit. Jeder der zu Beginn eine Einladung für die »New Xbox Experience« bekommen hat, kann seit gestern das Update herunterladen. Man muss dies allerdings extra aktivieren und man sollte sich dringend bewusst darüber sein, dass die New Xbox Experience mit Windows 10 auf der Xbox One nicht mit dem herkömmlichen Preview Programm zu vergleichen ist. Die Windows 10 Preview ist instabil. Sie ist unfertig und sie hat Fehler. Außerdem gibt es keinen einfachen Weg zurück. Das sollte man sich vor Augen halten, bevor man updatet.

Windows 10 New Xbox Experience

So sieht es aus, wenn man eingeloggt ist. Als erstes sieht man das, wie gewohnt, in groß das letzte Spiel (…oder die letzte App), welches man gestartet hat. Rechts daneben einige Empfehlungen. Darunter folgen die letzten Spiele und Apps, die man so geöffnet hat in chronologischer Reihenfolge. Darunter folgen dann die angepinnten Elemente, diese kann man auch schnell per RT erreichen, per LT geht es wieder nach oben. Wer sich die Bedienung mal genauer ansehen will, kann das in folgendem Video tun:

Ich persönlich finde das neue Dashboard nicht hässlich, allerdings bin ich etwas verwundert, da es nicht so Feature-reich daher kommt, wie zum Beispiel in dem Video. Sieht man sich alleine das Vorschaubild an, sieht man deutlich mehr Elemente. Die Anzahl der Freunde die spielen, die letzten Game-Clips und Achievements, das Game Hub fehlt etc etc. Bei Microsoft hat man also offenbar eine komplett andere Version, als man als Tester bekommt. Es wirkt leer, es wirkt nackt, es wirkt unfertig. Und das ist es auch.

Sounds beim navigieren fehlen oftmals, der Parallax-Effekt vom Hintergrundbild ist beim navigieren zwischen den einzelnen Reitern verzögert und bereitet mir sogar ein bisschen Kopfschmerzen. Im Community-Bereich fehlt die Sidebar und oftmals kann ich gar nicht nachvollziehen, was ich gerade sehe. Da ist dann ein Spiele-Screenshot von irgendeinem Spiel einfach da. Kein Spiel-Name, kein Name vom User der es gepostet hat, nichts. Geht man drauf, sieht man Platzhalter für Namen und User – manchmal. Manchmal aber auch nichts.

Die Xbox One braucht deutlich länger zum starten und deutlich länger zum herunter fahren. Der interne Speicher ist nach dem Update fast voll, obwohl eigentlich noch mehr als genug Platz vorhanden war, das System reagiert langsam und Apps & Spiele starten deutlich langsamer als vorher. Man merkt mehr als deutlich, dass man es mit einer frühen Preview zu tun hat. Ähnlich wie beim Windows 10 Mobile Preview Programm denke ich, dass es zu früh war, das auf die Masse loszulassen. Das Problem ist auch, wenn ich ein Problem melden will, also Feedback zum Preview-Programm geben möchte, stürzt die Preview-App ab. Ergo, ich kann nicht einmal Fehler melden.

Positiv anzumerken ist, dass vieles einfach sehr viel schneller erreichbar ist. Die Wege sind Kürzer, das Interface ist hübscher. Es ist übersichtlicher und logischer aufgebaut. Das gefällt mir sehr gut. Hier freue ich mich, den Fortschritt mit anzusehen. Allerdings kann ich tatsächlich niemandem empfehlen, das New Experience Preview Programm mitzumachen. Dazu ist es einfach zu fehlerhaft. Wenn ihr nicht wirklich Spaß daran habt, neue unfertige Software zu testen, dann solltet ihr es lassen – besonders wenn ihr eure Spielstände nicht in der Cloud speichert, denn die werden im schlimmsten Fall gelöscht.

Einen Weg zurück gibt es übrigens nur mit der Holzhammer-Methode. Ihr müsst die Konsole komplett zurücksetzen. Dafür wird wohl auch so viel Speicher benötigt, hier hat man wohl Wiederherstellungsdaten abgelegt. Setzt man die Konsole zurück, ist man wieder beim alten System, man verliert allerdings auch alle Daten auf der Konsole. Das bedeutet alle installierten Spiele und alle lokalen Speicherdaten. Fürs einfache testen und dann wieder zurück gehen, ist die New Experience Preview auf jeden Fall nichts. Schaut euch lieber YouTube-Videos zu dem Thema an.

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