Danke Robin Williams

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Normalerweise mache ich sowas nicht. Promis sterben. Eigentlich ständig. Nichts, worüber ich schreiben würde. Das machen schließlich genug. Viele von ihnen berühren uns, doch die wenigsten so, dass es schmerzt wenn sie weg sind. Robin Williams ist für mich einer davon. Seit meiner frühesten Kindheit begleitete er mich durch mein Leben. Seit meiner frühesten Kindheit sorgte er für so viele Lacher, wie kaum ein anderer Mensch. Seit meiner Kindheit bewundere ich ihn. Danke für alles, Robin Williams.

Robin Williams mit Nintendo DS

Für viele Menschen war Robin Williams einer der fröhlichsten Menschen, die man so auf der Leinwand, auf dem Fernsehbildschirm oder auf Fotos sehen konnte. Für viele Menschen war es so, dass sie generell durch ihn fröhlicher wurden. Ich zähle mich dazu. Dass er unter Depressionen litt, wusste ich – wie viele Menschen – leider nicht. Dass er gegen diese gestern verloren hat, ist für mich absolut schockierend.

Depressionen sind in der Gesellschaft generell häufig nur als Jammern gesehen, dass es ein Krankheitsbild ist, sehen die wenigsten. Das dürfte der Hauptgrund sein, warum man mit dieser Krankheit sehr oft allein ist, was es natürlich nicht besser macht. Versucht man damit irgendwie auf Menschen zuzugehen, wird man in der heutigen Zeit gerne als Attention Whore bezeichnet und zieht sich schnell zurück. Hilfeschreie werden belächelt, daraufhin Tränen unterdrückt.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals den Film Jumanji auf VHS von meiner Mutter geschenkt bekam. Ich war 6 und somit war es einer der ersten Filme, die ich wirklich richtig bewusst wahrgenommen habe. Klar, davor gab es bereits König der Löwen und andere leichtere Kost, aber als Kind ist man für Gezeichnetes empfänglicher und Jumanji gehört eben nicht dazu.

Ich wollte immer dieses Spiel haben. Wollte immer selbst Jumanji spielen. Hab mitgefiebert. Hab gelacht. Hatte Angst. Erschrak oft. Jumanji ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme und Robin Williams einer meiner Lieblingsschauspieler. Auch 2 Jahre später bei Flubber hab ich viel gelacht. Den Film mindestens 10 Mal gesehen und immer wieder zwischendurch Jumanji.

Über die Jahre, hab ich mir immer wieder gezielt Filme von Robin Williams angesehen. Filme, die meine Kindheit begleiteten. Filme die meine Kindheit prägten. So tut es mir direkt leid, dass ich die neueren Filme von ihm schon gar nicht mehr kenne. Nacht im Museum ist der letzte Film, den ich von ihm sah. Danach hab ich mir allgemein seltener neue Filme angesehen. Ich verlor ihn etwas aus den Augen. Nur alle paar Monate flackerte sein Lächeln, seine Witze, sein Lachen über Monitor und Fernseher.

Robin Williams war ein großartiger Mensch. Und einer meiner größten Träume war es, ihn mal live irgendwo zu begegnen. Ihm mal die Hand schütteln zu können. Ihn mal persönlich lachen zu sehen. Ihm zu danken. Dieser Traum ist nun leider nicht mehr zu erfüllen. Daher kurz dieser Text hier. Ein kleiner Nachruf für einen Menschen, der mich oft zum lachen brachte und nun zum weinen.

Danke Robin Williams. Danke für jede einzelne Minute, die durch dich besser wurde.

Bild via Green Label

Ein Kommentar

  1. Als ich heute Morgen von seinem Tod im Radio hörte, dachte ich erst ich hätte mich verhört. Dann machte ich den Fernseher an, um zu schauen ob das wirklich wahr ist, sah und hörte dann diese schockierende Nachricht von seinem Tod. Mir liefen gleich die Tränen. Ich dachte auch gleich an dich und an den Film Jumanji, wie wir ihn damals gemeinsam schauten.

    Danke, für deine bewegenden und rührenden Worte, für Robin Williams. Einen Menschen, der unser Leben mit seiner liebevollen, vor allem fröhlichen Art und großen Schauspielkunst bereichert hat.