Oculus Rift Vorbestellungen starten heute 17 Uhr

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Irgendwie scheint sich die gesamte Spielebranche derzeit einig zu sein: Virtual Reality ist das nächste große Ding. Spätestens mit dem Auftauchen des ersten Prototyps der Oculus Rift im Jahre 2012 will jeder mitreden, mitmischen und mitmachen. Ich hatte auf einer Game of Thrones Veranstaltung mal das Dev Kit 1 auf der Nase und nachdem ich zuerst absolut enttäuscht war, war ich nach wenigen Sekunden so tief drin, dass ich alle Kritikpunkte kurzzeitig vergaß. Dev Kit 2 versprach Verbesserungen und die gab es tatsächlich. Auch hier war aber die Auflösung noch etwas gering, war aber verkraftbar. Die Version die man ab heute vorbestellen können wird, soll ein gutes Stück besser sein. Heute um 17 Uhr geht es los.

Oculus Rift Vorbestellung startet um 17 Uhr

Die Vorbestellung der Oculus Rift ist ab 17 Uhr möglich.

Es hat sich viel getan. Dev Kit 1 hatte eine Auflösung von 1280×800 Pixeln und somit eine Auflösung von 640×800 pro Auge. Dass das nicht gut gehen kann, war klar. Dev Kit 2 hat eine Auflösung von 1920×1080, also Full HD. Pro Auge entspricht des 960×1080 Pixeln und ist somit deutlich schärfer. Dazu kommt, dass es ein OLED-Display ist, was definitiv die Darstellung um ein Vielfaches verbessert hat. Die Reaktionsgeschwindigkeit wurde deutlich verbessert, sodass es kein Nachziehen mehr gab und seit dem Dev Kit 2 werden die Kopfbewegungen auch erfasst.

Die Release-Version ist nochmal eine Stufe besser. Was mich sehr störte, als ich beide Versionen der Oculus Rift auf dem Kopf hatte: Beide Male musste ich zusätzliche Kopfhörer tragen. Die Release-Version wird diese integriert haben. Dazu wurde die Auflösung der beiden OLED-Displays nochmal erhöht. Hier ist man jetzt mit 2160×1200 unterwegs, was 1080×1200 pro Auge entspricht, ich denke, dass man hier nach kurzer Tragezeit kaum bis keine Pixel mehr wahrnehmen wird. Außerdem laufen die Displays mit je 90Hz, sodass ein besonders flüssiges Bild entstehen soll.

Klingt alles super, einen Dämpfer bekommt man aber verpasst, wenn man normaler Verbraucher ist. Denn die Systemanforderungen haben es in sich. Eine NVIDIA GTX 970 oder AMD 290 werden für die volle Erfahrung empfohlen. Dazu gehört ein Intel i5-4590 oder besser. Außerdem sollte man mit mindestens 8GB RAM rumlaufen, der HDMI-Port ist hier eher Standard und sollte eh in der verlangten Grafikkarte enthalten sein. Der große Dämpfer für viele, die zwar die Leistung haben, aber kompakt oder nicht ganz so zukunftsträchtig das Mainboard ausgewählt haben ist aber, dass die Oculus Rift gleich 4 (in Worten VIER) USB-Ports haben möchte. Davon 3 Mal USB 3.0 und einmal reicht auch 2.0. Damit bin ich eigentlich raus, denn mein Mainboard hat hinten nur 2× USB 3.0. Dafür vorne aber auch noch 2, also je nach Kabellänge könnte es dennoch klappen. Windows 7 in der 64-Bit-Version als Mindestanforderung sollte hier allerdings kein Problem sein.

Um die Oculus Rift komplett genießen zu können, müsste ich also mein Mainboard (vielleicht) austauschen und eine neue Grafikkarte holen. Die aktuelle sollte für Standardanwendungen reichen, aber wirklich genießen könnte ich es damit nicht. Wer eh einen Gamer-Rechner hat, den dürfte das wenig stören, da ich aber in erster Linie Konsolen-Spieler bin, steht für mich natürlich die Frage im Raum, ob es sich lohnt. Angesichts des spekulierten Preises von 500€ kann ich klar sagen: Erstmal nicht. Wenn das Ding wider erwarten für 300€ kommen sollte, greife ich sofort zu, mehr ist es mir aber ehrlich gesagt in der ersten Version nicht wert, wenn ich zusätzlich den Rechner aufstocken muss.

Wie sieht es bei euch aus, greift ihr heute Abend direkt zu oder wartet ihr lieber ab?

2 Kommentare

    • Ich sehe auch nicht ein für ein Spielzeug 700€ auszugeben. Wäre die Softwarebasis da, würde es geringere Anforderungen haben, wäre es etabliert… Dann sofort. Aber für ein Experiment? Keiner weiß, wie sich das Ding machen wird. Keiner weiß, ob sich Entwickler finden werden, die das Ding zu dem machen, was es werden soll. In 1-2 Jahren denke ich da gerne nochmal drüber nach. Bis dahin sind mir 700€ für ein Experiment zu viel. Besonders, weil ich nochmal rund 500€ in meinen Rechner investieren müsste, damit sie auch komplett nutzbar ist.

      Auf Mac läuft sie eh noch nicht ;)

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