Wie das Steam Deck meine Art zu spielen verändert hat

Seit nun etwa einem Monat habe ich ein Steam Deck und selten hatte ich über eine Konsole so viel zu sagen. Als Kind hatte ich bereits Game Boys in allen möglichen Ausführungen, der Nintendo 3DS war auch hier und natürlich gibt es im Haushalt auch für jeden eine Switch. Doch das Steam Deck lässt sich nicht so recht mit diesen Konsolen vergleichen.

Ein Foto von Steam Deck, welches auf einer festen Unterlagen an etwas angelehnt ist. Auf den Display kann man ein Spiel sehen.
Auf den ersten Blick sieht man bereits wie viele Eingabemöglichkeiten man mit dem Steam Deck hat. Die beidseitigen Trackpads spielen eine größere Rolle, als man glauben mag…

Zuerst einmal muss man vielleicht anmerken, dass das Steam Deck nicht so richtig versucht eine Konsole zu sein. Ein Handheld definitiv, aber es macht keinen Hehl daraus, dass es sich hierbei um einen Computer handelt. Ein Computer mit Linux, mit allen Vorteilen und sicherlich auch ein paar Nachteilen. Letztere werden durch die eigene Steam-Oberfläche aber gekonnt kaschiert.

Der erste Eindruck zum Steam Deck

Zu jedem Erfahrungsbericht gehört irgendwie ein erster Eindruck, also beginnen wir einfach mal damit. Als ich Ende Mai mein 256 GB Steam Deck gebraucht erworben habe, war ich zuerst etwas skeptisch. Lohnt der hohe Preis für eine Konsole, die der Nintendo Switch auf den ersten Blick sehr nahe kommt, wenn ich die Switch das letzte Mal mit Pokémon Snap so richtig verwendet habe?

Lohnt es sich eine weitere Konsole in einen Haushalt zu holen, in dem neben der Switch auch noch eine Xbox Series X, eine PS5 einen älteres Gaming-Notebook (GTX1070) und ein MacBook Pro 16” mit M1 Pro vorhanden sind? Alle Geräte, auf denen ich bisher gespielt habe. Mit allen Geräten zusammen könnte ich alles spielen, was es auf dem Steam Deck gibt und eben noch mehr. Und ich muss sagen, dieser Gedanke blieb die ersten Tage wirklich erhalten.

In erster Linie hab ich ein bisschen rumprobiert, welche Spiele laufen (überraschend viele, aber dazu später mehr). Meist bin ich dann aber auf Vampire Survivors zurückgefallen, welches sich so viel besser auf dem Steam Deck spielt, als am PC mit Maus und Tastatur. Welche man allerdings dennoch ans Steam Deck anschließen könnte, wenn man möchte. Aber dann wäre auch ein Monitor sinnvoll, was natürlich auch möglich ist. Im Endeffekt ist es ein Linux-PC.

Zur Haptik kann ich nur sagen, dass das Ding auf Fotos und in Videos riesig aussieht. Hat man es dann allerdings in der Hand, verschwinden die Größe und Gewicht (Das Gerät ist überraschend Leicht für die Größe) recht schnell, da sie in erster Linie der Ergonomie zuträglich ist. Wer schon mal stundenlang die Nintendo Switch in der Hand hatte, weiß wie unangenehm so ein glattes Brett sein kann. Das hat man mit dem Steam Deck nicht. Auch wenn es natürlich deutlich größer als z.B. Switch Lite ist (Siehe mein Nintendo Switch Lite Review).

Das Steam Deck liegend auf einem grünen Sofa. Auf dem Display ist der Startbildschirm zu sehen, welcher als letzte Spiele Slay the Spire, Vampires Survoivors und The Forest zeigt…
Der Startbildschirm vom Steam Deck fühlt sich schon sehr nach einer Handheld-Oberfläche an und präsentiert toll die zuletzt gespielten Spiele.

Spiel wie du willst!

Was in den ersten Momenten nicht ganz sichtbar war, waren die Möglichkeiten die ich hatte, wenn ein Spiel sich nicht so anfühlt, als sollte es auf dem Steam Deck gespielt werden. Für jedes Spiel, kann man komplett eigene Keymaps festlegen. Also einstellen, welcher Button tut was. Die vier rückseitigen Buttons sind hierbei eine echte Hilfe.

Meist muss man sich damit aber nicht rumschlagen. Verifizierte Spiele (dazu später mehr) kommen meist mit einer ziemlich guten oder gar perfekten Voreinstellung. Aber es gibt auch Community-Layouts. Kurz gesagt sind das von einzelnen Nutzer:innen angelegte Keymaps, welche sie der Community zur Verfügung stellen können. Man sieht sogar, wie viele Stunden mit diesen bereits gespielt wurde und somit vorher, ob sie die Zeit wert sind.

Community-Layouts sind extrem hilfreich bei nicht verifizierten Spielen. Das System versucht zwar sein Bestes ein passendes Control-Scheme anzubieten, aber manchmal (oder oft) weiß es die Community einfach besser. Und natürlich kann man auch komplett eigene Keymaps erstellen, klar. Woher kommen sonst auch die Community-Layouts?

Das habe ich mit Foundation versucht. (Ja, eine Aufbausimulation ist auf dem Steam Deck durchaus spielbar.) Versucht, weil das etwa am dritten Tag war und ich noch keine Ahnung von den Möglichkeiten hatte. Also hab ich mir ein Community-Layout gezogen, was mir aber nicht ganz passte. Also hab ich es etwas angepasst, bis es für mich perfekt war und es dann selbst zur Verfügung gestellt. Easy!

Neben Keymaps kann man auch sehr viel am Performance-Profil einstellen, die Refresh-Rate des Displays anpassen und noch vieles mehr. Das geht für einen Erfahrungsbericht aber definitiv zu tief.

Läuft denn auch alles auf dem Steam Deck?

Überraschend viel, wenn das Spiel auf Steam ist. Und das ist bereits der Punkt. Der Rest ist teilweise ziemlich frickelig. Der Name impliziert ja bereits sehr genau, dass das Gerät von Valve ist und natürlich laufen Steam-Spiele darauf am besten. Allerdings auch hier definitiv nicht alles.

Unmöglich ist es aber auch nicht. Im Endeffekt läuft das Steam Deck mit Linux und viele Spiele sind für Linux verfügbar (und es werden immer mehr) und selbst wenn nicht, hat Valve hierfür den Proton-Layer integriert. Vereinfacht gesagt, wird hier ein Windows simuliert und das Spiel läuft einfach, obwohl es nicht für Linux konzipiert ist.

Um Spiele von außerhalb von Steam zu installieren, muss man allerdings in den Desktop-Modus wechseln. Das ist recht schnell gemacht und funktioniert auch als Handheld recht gut, man muss hier also nicht extra Maus und Tastatur anschließen, auch wenn das die Steuerung natürlich etwas simpler macht. Aber dann kann man prinzipiell erstmal versuchen alles mögliche zu installieren. Für den Epic Games Store und GOG gibt es den Heroic Launcher, mit welchem man die Spiele auch in der Steam Deck Oberfläche verfügbar machen kann.

Aber dann gibt es natürlich noch Steam-Spiele, die einfach gar nicht laufen, weil sie auf Teile von Windows zugreifen, die sich (noch) nicht simulieren/emulieren lassen. Ein recht beliebtes Beispiel wäre hier das Spiel Rust. Der Anti-Cheat Schutz des PVP-Spiels funktioniert nur unter Windows und bisher gibt es seitens der keine Entwickler hierfür keine Anpassungen.

Zu guter letzt gibt es noch Steams eigene Einstufung. Verifiziert, spielbar und nicht unterstützt. Hierdurch kann man recht simpel erkennen, ob es gar nicht läuft, man mit Problemen rechnen muss oder sich eventuell mit der Steuerung befassen muss. Und dann halt noch den Status “unbekannt”, was die meisten Spiele betrifft. Die meisten davon dürften problemlos laufen, aber hier ist man Auf gut Glück unterwegs, kann sich aber bei ProtonDB z.B. anschauen ob eventuelle Gamer:innen das Spiel bereits getestet haben.

Ein Steam Deck-Screenshot von der Spiele-Bibliothek der bereits gekauften Spiele. Ausgewählt ist der Tab "Für das Steam Deck optimierte Spiele".
Die eigene Spiele-Bibliothek auf Steam wird direkt nach Spielen gefiltert, welche für das Steam Deck optimiert sind…

Was sind für das Steam Deck verifizierte Spiele?

Verifizierte sind Spiele dann, wenn Mitarbeiter:innen von Valve sich quasi hingesetzt hat und das Spiel auf dem Steam Deck getestet hat. Diese Spiele kommen dann auch gerne mal mit eigenem Control-Schemes, welche speziell für das Steam Deck angepasst sind. Diese Liste umfasst derzeit über 3.500 Spiele und wächst jeden Monat ordentlich an. Mit der Zeit dürfte die Frage nach der Kompatibilität immer seltener auftauchen.

Spielbare Spiele hingegen sind Spiele die prinzipiell gut laufen, aber einige Herausforderungen mit sich bringen. Welche das sind wird dann allerdings auch angezeigt. In den meisten Fällen handelt es sich hier um kleiner Schrift, die zwar noch Lesbar ist, aber für einige Personengruppen schwierig sein könnten. Das wird in einem entsprechenden Hinweis angezeigt.

Es kann aber auch sein, dass vorher noch ein anderer Launcher installiert werden muss. Das ist teilweise eine sehr seltsame Erfahrung, funktioniert aber gut. So war es z.B. bei Die Sims 4. Als ich es installiert habe, bekam ich ein Installations-Fenster zu sehen, welche an Windows 98 erinnert hat. Hier habe ich mich gewohnt durchgeklickt und danach lief es dann auch normal.

Es kommt also immer drauf an, bei Spielen die als „Spielbar“ markiert sind. Manchmal ist es für die meisten vollkommen egal, manchmal ist es nur beim ersten Start nervig oder anstrengend, aber im Endeffekt sagt „Spielbar“: Du kannst es spielen, es wird sich nur nicht so anfühlen, als sei es für das Steam Deck gemacht.

Meine zwei größten Kritikpunkte am Steam Deck

Eigentlich hätte ich auch “einzigen” schreiben können. Denn bisher gibt es nur zwei Punkte, die ich beim (hoffentlich geplanten) Nachfolger des Steam Deck gerne deutlich verbessert sehen würde.

Das Display ist… okay?

Wer mit dem Display der Nintendo Switch (nicht OLED) zufrieden ist, wird hier sicherlich nicht allzu viel dran auszusetzen habe. Wobei auch hier die Farbwiedergabe der Switch noch etwas besser ist. Wenn man aber ein halbwegs aktuelles Smartphone, Notebook und/oder Fernseher hat, dann wird das Ganze etwas auffälliger. Ich rede hier nicht mal vom der Auflösung. Auch wenn 900p hier sicherlich bei der Displaygröße angebrachter wäre, geht die meistens klar. Solange die Schrift halt nicht zu klein ist.

Aber die Farben sind so weit hinter dem, was man gewohnt ist, dass man sich wundern muss, woher Valve die Panels bekommen hat. Online liest man etwas von 70% des eigentlichen RGB-Farbraums und das könnte man so unterschreiben ohne zu wissen, was das genau bedeutet. Die Farben sind oft blass, Kontraste schlecht und wenn man den Schwarzwert als Anthrazit bezeichnen würde, wäre das noch ein Kompliment. Dafür wird das Display recht hell für das was es ist. Bei direktem Sonnenlicht, welches auf das Display knallt, braucht man es aber nicht versuchen. Aber das trifft auch bis heute noch auf die meisten Smartphones zu.

Dazu kommt der unterirdische Touchscreen. Wenn man dem Internet glauben darf, ist das allerdings eine Software-Frage und nicht die Hardware. Aber das muss die Zukunft zeigen.

Die Trackpads haben die falsche Form und sind zu klein

Eines der besten Hardware-Features vom Steam Deck ist so gut und ich nutze es so stark, dass ich mir hier direkt Verbesserungen wünschen würde: Die Trackpads. Diese sind etwas zu klein sind und die Form halt auch einfach nicht sonderlich sinnvoll gewählt ist. Sie sind ziemlich genau quadratisch, während das Display mit einem 16:10 Format daherkommt. Diesen “Fehler” haben auch viele Windows-Notebooks.

Das sorgt dafür, dass es manchmal viel zu empfindlich wirkt (Die Empfindlichkeit kann man allerdings auch pro Spiel einstellen) und man horizontal weniger Strecke zurücklegen muss, als vertikal, um dieselbe Mausbewegung zu erreichen. Alles etwas, worauf man sich einstellen kann. Aber es ist definitiv ein Punkt den ich verbessert sehen möchte, wenn es einen Nachfolger gibt.

Ein Steam Deck-Screenshot vom Steam-Shop. Der Text auf dem Screenshot sagt "Diese Spiele bestehen alle Kompatibilitätsprüfungen und jedes ist optimiert für das Steam Deck." Darunter ist ein Slider von Spielen mit Dead Cells im Fokus.
Im Steam-Store auf dem Steam Deck startet man direkt mit einer Startseite für optimierte Spiele…

Fazit zum Steam Deck nach etwa einem Monat

Ich bin überrascht. Eigentlich hatte ich das Gerät mehr oder minder aus Neugier gekauft und mit dem Wissen, dass ich es jederzeit für denselben Preis wieder verkaufen kann, wenn der Test durch ist. Jetzt ist es aktuell aber meine Hauptplattform. Klar, das ist der erste Hype und irgendwann wird sich das wieder auf andere Konsolen aufteilen, aber ich sehe nicht das Problem, wie bei der Switch welche bei mir eigentlich nur verstaubt, bis mal ein neues Zelda oder Pokémon Snap erscheint.

Ich glaube nicht, dass das Steam Deck in der jetzigen Version ein Mainstream-Gerät sein kann. Aber wenn Valve dieses Mal Ausdauer beweist, kann ich mir gut vorstellen, dass das Steam Deck 2 oder 3 (falls das möglich ist, wir alle wissen dass Valve nie einen zweiten Nachfolger rausbringt) hier in der Zukunft einen Platz finden kann. Nintendo hat gezeigt, dass die Leute einen guten Handheld haben wollen und Valve hat ihn mit dem Steam Deck geliefert. Jetzt gilt es nur noch durchzuhalten und zu optimieren.

Für mich hat das Steam Deck auf jeden Fall sehr verändert, wie ich aktuell spiele und ich bin gespannt, was wir hier noch erwarten können. Ich könnte hier definitiv noch weiter drüber schreiben, weil es so ziemlich zu jedem möglichen Punkt etwas gibt, was ich gerne sagen würde, aber irgendwann muss der Beitrag auch mal zu einem Ende kommen.

Das Steam Deck gibt es in drei Konfigurationen. 64GB für 419€, 256GB für 549€ und 512GB für 679€. Wobei die günstigste Option langsameren Speicher hat und die teuerste Option ein entspiegeltes Display. Ich hab mich für die goldene Mitte entschieden und bin bisher damit sehr zufrieden.

Wenn du Fragen zum Steam Deck hast, nutze gerne die Kommentarfunktion unter dem Beitrag. Ich bin sehr gerne bereit auch speziellere Fragen zu beantworten.

8 Kommentare

  1. Ich bin immernoch am überlegen ob sich das lohnt. Dein Beitrag bringt diese Überlegung gerade jedoch in eine sehr explizite Richtung. Wie sieht es denn mit dem Speicher aus? Reicht dir da die mittlere Variante oder hättest du lieber zu den 512GB gegriffen?

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    • Hi Stefan,

      das kommt ganz drauf an, was du auf dem Steam Deck spielen möchtest. Ich persönlich würde z.B. selbst sowas wie Elden Ring, Cyberpunk oder andere grafisch intensive Spiele damit nicht spielen. Nicht weil es nicht geht, laut Statistiken sind die beiden Spiele stabil in der Liste der meist gespielten Spiele auf den Steam. Aber ich hab sowas nach wie vor gerne auf dem großen Bildschirm.

      Daher hab ich eher kleinere Spiele und Indie Games auf dem Handheld. Aktuell sind das 44 Spiele, die insgesamt knapp 156 GB verwenden. Ich hab also definitiv noch Luft nach oben. Und dann gibt es ja noch den microSD-Kartenslot. Damit kannst du das Ganze auch noch aufstocken. Die ist natürlich langsamer als die SSD, aber für Spiele wie Slay the Spire, Vampire Survivors oder viele viele Indie Games reicht das mehr als aus. Du wirst den Unterschied auch in erster Linie bei den Ladezeiten wahrnehmen.

      Also wenn du nicht wirklich unbedingt das entspiegelte Display haben möchtest (ich hab dafür eine Folie drauf), dann würde ich sagen: Spar dir das Geld, kaufe die 256er-Version und steck das gesparte Geld lieber in Spiele. 😁

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      • Na das klingt doch super! Ich schätze dann sollte ich mal eine Bestellung fertig machen. So wie die aktuelle Marktsituation ist sollte ich das Steam Deck verlustfrei wiederverkaufen können wenn es mir doch nicht zusagt. Danke für dein schnelles Feedback.

        Stimmt schon… Tripple-A Spiele würde ich wahrscheinlich damit gar nicht spielen wollen.

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  2. Danke für deinen Bericht! Seit ich Twitter runtergefahren habe, krieg ich kaum was mit. Ich hätte aber echt gedacht, dass das Deck, ähnlich der letzten Switch, ein OLED besitzt, oh. Das mit den Trackpads wusste ich z.B. auch gar nicht, da ich mich – wie du sicher schon merkst – kaum mit dem Gerät auseinandergesetzt habe. Gut, dass du beschreibst, dass die Form unglücklich gewählt wurde, das ist bestimmt ein wichtiger Hinweis für Interessenten und ja, ein grober Designfehler. Ich persönlich bin aber absolut nicht die Zielgruppe (hab ja nicht mal mehr einen Steam Account), hab das Teil aber bisher zwei Mal in freier Wildbahn gesichtet. Da wirkte es auch mich sehr groß für etwas, was (so dachte ich) für Unterwegs konzipiert wurde. Vielleicht ist die eigentliche Zielgruppe ja eher die Sofa Gang (zu der ich gehöre), die am Sonntag Nachmittag auf dem Sofa schimmelt und der Controller einfach „außer Reichweite“ liegt? Beim Hinweis mit Valve und dem zweiten Nachfolger musste ich echt lachen, danke :D

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    • Nein. Leider kein OLED und leider auch nicht mal ein wirklich gutes LCD-Panel. Es ist okay, als die Switch 2017 raus kam, wäre es noch recht gut weggekommen.

      Vielleicht habe ich das bei den Trackpads etwas zu negativ dargestellt. Die sind super und ein Segen. Ich nutze sie so viel häufiger, als ich erwartet hätte. Aber dadurch dass ich sie so viel nutze, fällt mir halt direkt auf, dass hier Luft nach oben ist. Zugegeben, würde ich heute noch Windows Notebooks nutzen, dann hätte ich die Trackpads gelobt. Nur im Vergleich zu einem MacBook-Trackpad ist es halt definitiv nicht so gut. Um es besser einzuordnen: Ich nutze am Rechner keine Maus, sondern immer das Magic Trackpad von Apple, daher habe ich halt einfach schon hunderte Stunden mit diesem verbracht und sehe den Vergleich hier kritischer. Wenn die beiden Trackpads des Steam Deck im 16:10 Format wären, hätte ich vermutlich gar keine ernsthafte Kritik daran.

      Zugegeben, das Steam Deck wirkt groß. Aber eigentlich nur bis zu dem Moment, in dem man es in die Hand nimmt. Ich muss echt sagen, ich würde es nicht wirklich kleiner haben wollen. Lediglich das Display könnte etwas weniger Rand haben. Ob man dieses dann größer macht (Siehe Switch zu Switch OLED) oder ob das Gerät dann etwas kleiner wird, ist mir in dem Bereich dann auch egal. ^^ Aber das Gerät ist sehr viel leichter als es aussieht und als man denkt.

      Ich nutze es viel Zuhause, aber sehe auch kein Problem damit es mit in die Bahn zu nehmen. Ich persönlich bin nur einfach nicht die Zielgruppe, um unterwegs viel zu zocken. Das hab ich schon bei der Switch nur auf langen ICE-Fahrten gemacht und werde ich jetzt definitiv auch mit dem Steam Deck auf der nächsten ICE-Fahrt machen.

      Das Steam Deck kann auf jeden Fall beides: Sofa und unterwegs. Aber wie bei der Switch auch, sollte man versuchen nicht unbedingt die Sonne im Rücken zu haben. :D

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      • Danke für deine Antworten. Ich bin wohl auch von mir ausgegangen, denn mich nerven schon die Toucheingaben bei einem Notebook oder Laptop. Und dann denke ich an dieses Gerät mit diesem fürchterlich kleinen Touchfeld, welches ich mal hatte, argh. Wenn du die Dinger gewohnt bist, flutscht das bestimmt besser. Stimmt, für längere Zugfahrten ist das Deck bestimmt auch eine gute Nummer. Viel eher als die paar Haltestellen im ÖPNV. Ich bin ja neugierig und hab mir mal die Specs auf der Steamseite mal angeschaut. Da steht was von 400 Nits (normal) Displayhelligkeit, was zugegeben wirklich nicht viel ist. Mein günstiges Android Smartphone (auch ein IPS Display) hat da schon mehr und ich hab damit ja schon stellenweise Probleme draußen. Über deine 1000+ Nits beim iPhone brauchen wir ja gar nicht erst diskutieren ;) Hast du große Probleme beim Wechsel auf das Deck von einem anderen Gerät aus? Ich stell mir das gerade wie einen kleinen Kulturschock vor, als wenn man aus der hellen Wohnung im Winter abends vor die Tür geht ^^ Oder ist’s halb so wild? Ich will hier auch nichts schlechtmachen, denn die freie Tastenbelegung z.B. ist schon sehr genial und ich denke, dass die Rechen- & Grafikpower für ein Mobilgerät schon mehr als ordentlich dimensioniert ist.

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        • Im Endeffekt bleibt es einem ja auch selbst überlassen, du kannst die Controller-Einstellungen komplett anpassen und im Zweifel auch einen Stick als Maus nutzen, wenn du ein Spiel mit Maus-Unterstützung spielst. Oder alternativ auch eine externe Maus anschließen. 😁 (Oder ein größeres Touchpad 🤔)

          Ja, auf dem normalen Arbeitsweg ist es mir ja schon für Mobile-Games zu nervig. Was richtiges zocken, geht da einfach für mich nicht. Hab ich immer mal wieder mit der Switch probiert.

          Die 1.600 Nits erreicht das iPhone auch nur bei HDR-Content. Sonst sind es halt 800. Aber Displays in der prallen Sonne sind generell nicht so geil. Mit der entspiegelten Folie geht es aber überraschend gut. Hab es gestern mal auf dem Balkon probiert, auf dem ich nachmittags bis abends pralle Sonne habe.

          Probleme gar nicht. Zocke z.B. Foundation am MacBook via Geforce Now und wechsle dann rüber zum Steam Deck. Das geht überraschend gut. Stell es dir vor wie vom Smartphone an den Rechner wechseln. Du kannst dasselbe tun, nur eben anders.

          Die Leistung ist tatsächlich eine ziemliche Überraschung. Steigert die Erwartungshaltung allerdings auch recht schnell, sodass man dann enttäuscht ist, wenn etwas nicht so sauber läuft. Aber da es immer noch quasi ein PC ist, hat man wenigstens die ganzen Grafikeinstellungen und kann die für sich anpassen.

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