Minecraft Windows 10 Edition mit Mods und Bossen

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Am 01. November 2010 kaufte ich mit (laut meinem Mojang-Account) Minecraft. Gerade war das Halloween Update erschienen und der Nether wurde implementiert. Damals war Minecraft noch als Alpha-Version verfügbar. Damals gab es bereits eines, was das Spiel interessanter machte: Mods. Und damals gab es bereits das Versprechen, dass der Mod-Support auch offiziell in das Spiel kommt, denn bisher waren es nur Hacks, bei dem Systemdateien verändert wurden. 6 Jahre später ist es endlich so weit! Irgendwie…

Minecraft Windows 10 official mod support

Jedes Monster kann separat angepasst werden…

6 Jahre spiele ich Minecraft jetzt bereits. Man kann gar nicht mehr zählen wie viele Stunden – ach was Tage und Wochen – ich in diesem Spiel verbracht habe. Zwei Sachen haben sich seitdem nicht geändert. Die Performance ist nach wie vor grottenschlecht, weil Java einfach nicht dafür geeignet ist, komplexe Spiele zu programmieren und Mods werden nach wie vor nur per Hacks ermöglicht. Gibt es ein Minecraft-Update, wird aller Voraussicht nach das komplette Spiel zerschossen, sofern man mit dem Update nicht wartet. Doch das ändert sich jetzt, irgendwie.

Die Windows 10 Edition von Minecraft

Die Windows 10 Edition von Minecraft gibt es jetzt schon eine ganze Weile. Wer die normale Java-Edition gekauft hat, kriegt sie gratis im Windows Store, alle anderen können es für etwas unter 10€ kaufen. Ein fairer Preis wie ich finde. Es gibt aber ein paar Nachteile gegenüber der Java-Version. Es gibt weniger Inhalte, es gibt keine Mods und die Version wird tendenziell etwas langsamer geupdatet. Kriegen Java-Version Spieler bald Lamas, verharren Windows 10-Version Spieler damit, dass sie jetzt endlich den Wither-Boss bekommen. Auch wenn das schon beachtliche Nachteile sind, bevorzuge ich diese Version. Warum?

Die Minecraft Windows 10 Edition basiert auf der Pocket-Version, welche bereits für Android und iOS verfügbar sind. Das heißt, sie ist optimiert. So sehr, dass das Spiel selbst auf einem Surface Pro 2 absolut flüssig läuft. Die Java-Version ruckelt sogar auf meinem zwei Jahre alten Rechner und erreicht da nur selten über 30 FPS. Außerdem wird die Windows 10 Version über den Windows Store geupdatet, müllt das System nicht voll und hat alle anderen Vorteile von Windows 10 Apps gegenüber Legacy-Programmen. Des Weiteren integriert sich diese Version in Xbox Live, wodurch ich meine Fortschritte archivieren und mit Freunden vergleichen kann. So kann ich bei der Version zumindest nachvollziehen, dass bisher 28 Spielstunden reingeflossen sind.

Mods nur für eine Version

Warum ich mich gerade so auf diese Version von Minecraft beziehe? Diese Version ist die einzige, welche auch offiziellen Mod-Support bekommt. Anzumerken ist an der Stelle, es gibt noch eine dritte Version von Minecraft, welche unabhängig von der Java- und der Windows 10-Version behandelt wird. Die Xbox Version hat noch ein paar Vorteile, wie ein einfacheres Crafting-Menü, aber auch den Nachteil, dass sie separat und langsamer geupdatet wird und bei Realms (Mojangs eigene Server) und Mods komplett außen vor sind. Hier gibt es weder Hacks noch den offiziellen Mod-Support.

Auf kurze Sicht wird das keinen Nachteil für die Java-Version haben, denn die inoffiziellen Mods sind um ein Vielfaches mächtiger, als das was mit der offiziellen Schnittstelle vorerst möglich sein wird. Hier will Mojang aber in den kommenden 12 Monaten aktiv dran arbeiten und jeden Aspekt von Minecraft offiziell modfähig machen.

Vorerst nur ein Aspekt des Spiels anpassbar

Das Update, welches am 18. Oktober erscheinen soll, enthält zwar den offiziellen Mod-Support, allerdings ist das nur die erste Stufe. Mojang nennt die Mods übrigens Add-Ons. In diesen Add-Ons sind erstmal nur Mobs anpassbar. Also die Kreaturen, welche rumlaufen. So kann man das Aussehen und das Verhalten von Mobs anpassen und so zum Beispiel Creepern die Explosionskraft entziehen (oder sie erheblich verstärken) oder auch Hühner reitfähig machen. Das sind jetzt natürlich einfache Beispiele und meine Kreativität reicht nicht dafür aus, um wirklich beeindruckende Add-Ons daraus zusammen zu spinnen, aber es wird schon so einiges möglich sein. Ob man auch eigene Mobs hinzufügen kann, stand leider bisher nirgends.

In der zweiten Stufe sollen dann auch Blöcke modfähig werden. Das heißt, dass man ebenso wie die Mobs auch die Blöcke verändern kann. So wäre denkbar, dass man die Menge der Ressourcen, welche man aus einem Block bekommt, erhöhen kann. Oder auch komplett neue Blöcke wären denkbar. Details lässt Mojang hier leider offen. Man darf aber gespannt sein, wo die Reise hingeht und ob damit irgendwann so beeindruckende Mods/Add-Ons möglich sein werden, wie in der Java-Version des Spiels. Hier darf sicherlich das riesige Mod-Paket Life in the Woods angeführt werden, welches Minecraft auf ein ganz neues Level anhebt. Mehr Infos und einige Beispiel-Add-Ons gibt es auf der Minecraft Add-On-Seite.

Bosse, Chat-Kommandos und mehr

In der Version, welche Mojang übrigens »The Boss Update« nennt, kommt übrigens noch mehr. Für die meisten sicherlich die interessanteren Änderungen. Wie der Name und die Überschrift über diesem Absatz bereits leicht vermuten lassen, wird es endlich Bosse geben. Den Enderdrachen wird es wohl nach wie vor nicht geben, obwohl das ja nun der eigentlich wirkliche Boss ist, aber immerhin den Wither, welcher es endlich ermöglichen wird Beacons zu bauen, welche nur mit einem Ender Star erstellt werden können, die man nur von Withern bekommt. Außerdem wird es die Unterwasserfestungen geben, welche den Elder Guardian beinhalten, welche in der Windows 10 Version als Boss gilt. Welche Rolle dieser genau spielen wird, steht noch nicht fest.

Außerdem gibt es endlich(!) Chat-Kommandos. 23 Kommandos werden verfügbar gemacht und so kann man Blöcke klonen oder austauschen, die Zeit setzen, den Spawnpunkt für neue Spieler anpassen, das Wetter verändern sich teleportieren, Mobs spawnen lassen, anderen den Zugriff auf Kommandos geben und und und. Weiterhin wird an der Performance geschraubt, was unter anderem dazu führt, dass man die maximale Sichtweite erhöhen kann (diese wurde schon mehrfach mit Updates erhöht). Sonst gibt es noch ein paar kleine Tweaks für Sounds, Darstellungen und Co von Blöcken und man kann im Creative-Mode jetzt Monster-Eier nutzen. Geplant ist außerdem, dass Texture Packs zu Resource Packs werden, wodurch man neben Block-Texturen auch Sounds und das Interface anpassen kann, erstmals auch Packs außerhalb des Stores. Alle Änderungen findet ihr hier.

Realms werden auf ein neues Level gehoben

Das gilt natürlich auch nur für die Windows 10 Edition, denn die Realms für diese Version werden auf das gleiche Level gehoben, wie die Realms für die Java-Version. Endlich kann man Welten importieren und exportieren. Durch die Chat-Kommandos kann man sie auch endlich administrieren. Für mich sind das die beiden Änderungen, die mich bisher davon abgehalten haben, da Geld reinzustecken. Mit dem 18. Oktober wird das aber endlich möglich sein und ab da werde ich mir das Ganze mal anschauen, damit ich nicht nur an meinen Rechner gebunden bin, wenn ich zocken will.

Quelle Mojang

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