Browsermanipulationen durch JavaScript

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Jeder hat es schon einmal gesehen: Man ist auf einer Seite, welche auf den ersten Blick ganz normal aussieht. Doch kann man weder die rechte Maustaste benutzen, noch kann man sich beim Überfahren eines Links, mit der Maus, ansehen wohin dieser führt. Diese Browsermanipulationen sind durch JavaScript geschaffen worden und außer die Personen, die diese Dinge nutzen, mag es keiner.

Die allseits unbeliebte Rechtsklicksperre ist wohl die nervigste Erfindung der JavaScriptentwickler – das weiß jeder, der auf einer solchen Seite schon einmal war. Meist wird man dann mit Texten „begrüßt“ wie Klau nichts, dass sind meine Daten oder auch Wenn du was klauen willst geh woanders hin, meist gefolgt von ca. 10 Ausrufezeichen. Andere schreiben ihr Copyright rein. Nichts davon ist freundlich oder auch nur annähernd nützlich, denn diese Dinge könnehn mit unzähligen Methoden umgangen werden.

Um wirklich alle Manipulationen zu umgehen, muss man wohl oder übel JavaScript deaktivieren. Wie das bei den einzelnen Browsern geht, verrät sicherlich auch Onkel Google, wenn man ihn lieb fragt. Ich werde es hier (noch) nicht schreiben, da ich gegen die Deaktivierung von JavaScript bin. Bei der Rechtsklicksperre reicht es auch meist einfach nur zu klicken, die rechte Maustaste gedrückt zu halten und dann Enter zu drücken. Dann kann man das Kontextmenü benutzen, bis man das nächste mal rechtsklicken möchte.

Schützen kann man dadurch also gar nichts, weder Bilder noch Texte noch sonst irgendwas. Die einzige Möglichkeit im Internet nicht beklaut werden zu können ist, die Daten gar nicht erst hochzuladen. Sofern der User den Cache aktiviert hat, werden alle, wirklich alle Daten, die beim Laden der Seite übertragen werden, heruntergeladen. Auch die Bilder, die Texte und alles andere hat der User auf dem Rechner. Die meisten User wissen davon nichts oder nur wenig, aber die, die wirklich klauen möchten, kommen auch an die Daten ohne, dass man etwas dagegen tun kann und ohne, dass die Diebe selbst viel dafür tun müssen.

Bilder kann man hingegen mit einem Wasserzeichen versehen, welches man klug platziert (dazu komme ich in einem späteren Artikel aber noch einmal). Bei Texten braucht man eigentlich keine Angst zu haben, da doppelter Content von Onkel Google und Co. gnadenlos abgestraft wird. Die Suchmaschinen können dabei sehr wohl unterscheiden, wer von wem geklaut hat. Abgestrafte Seiten werden dadurch dann entweder gar nicht mehr gefunden oder auf den Seiten, auf denen sowieso kein Mensch mehr nachguckt.

Andere Manipulationen sind solche, die die Browser verändern, also das Aussehen oder die Funktionalität (zu dem zweiten gehört auch die Rechtsklicksperre) beeinflussen. Unter anderem sind damit solche Dinge gemeint, wie zum Beispiel das Verändern der Statusleiste, in der man während des Lesens dieses Beitrages wahrscheinlich nur „Fertig“ zu stehen hat. Ganz „witzige“ oder „coole“ Leute wollen unbedingt in dieser Leiste ihren Namen stehen haben oder sinnloses Geblinke und ähnliches. Dies stört nicht nur enorm, sondern es behindert auch das Surfen. Wenn man zum Beispiel über diesen Link (Google) mit der Maus fährt, bekommt man die Adresse (http://www.google.de) angezeigt und weiß sofort wo es hingeht. Würde ich zum Beispiel jetzt auf eine Virusseite weiterleiten, würde man das sehen. Bei einer Seite, auf der diese Statusleiste „deaktiviert“ ist, sieht man nach wie vor nur das sinnentleerte Blinken.

Seiten, die so etwas machen, sind zudem also auch noch unsicher und nicht vertrauenserweckend. Zusammen mit einer Rechtsklicksperre hat ein Anfänger nun keine Chance mehr zu erkennen wo er hingeführt wird. Spätestens nach der ersten schlechten Erfahrung damit, meidet ein möglicher Besucher eine solche Seite bzw. er verlässt sie sofort. Somit ärgert man nicht nur die Besucher damit, sondern verschafft sich damit quasi auch noch eine Seite für sich allein, denn man wird außer sich keine Besucher mehr haben.

Dann kommt man meist an den Punkt, an dem man Foren zuspammt und immer wieder gesagt bekommt, dass man diese JavaScripts doch entfernen solle. Dies wird leider meist missachtet und somit liegt wieder eine Webseitenleiche im Internet rum und verbraucht wertvollen Speicherplatz und somit auch Strom und Umwelt.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Artikel einige Leute erreichen kann, die sich denken, dass Browsermanipulationen der einzige Weg zum Erfolg sind. Nur so nebenbei – ich habe so etwas früher auch benutzt (nur die Rechtsklicksperre) aber nach einigen Meldungen schnell wieder entfernt.

3 Kommentare

  1. Wenn Doppelter COntent so schlimm ist – WishuLoad hat 4 Adressen; ;)

    xD Joa ähm… Ach egal ^^ muss mich trotzdem mal für eine entscheiden xD

    Das man bei Texten gar keien Angst haben muss find ich nicht ganz so richtig

    Ansichtssache ^^‘

    ansonsten gut geschrieben!

    Dankeschön

  2. Das man bei Texten gar keien Angst haben muss find ich nicht ganz so richtig, ansonsten gut geschrieben!

  3. Wenn Doppelter COntent so schlimm ist – WishuLoad hat 4 Adressen; ;)