Wie ihr deutschen Blogger mir richtig auf den Geist geht!

Dieser Beitrag wurde vor mehr als 10 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Ich blogge gerne, sehr gerne sogar, auch wenn ich leider nicht viel Zeit dafür finde, seitdem ich wieder einen Bürojob habe, der sich nicht bei mir Zuhause abspielt. Ich mache das vollkommen privat und nicht, wie viele meiner Kollegen beruflich. Ich mache es also komplett aus Spaß, nicht weil ich es unbedingt brauche. Alles was ich schreibe, kommt von Herzen und wenn ich etwas von woanders habe, gebe ich die Quelle an, die frage ist nur: Warum könnt ihr das nicht?

Wir Blogger »leben« davon, dass wir auch mal etwas verbloggen, was andere geschrieben haben. Klar, wir können nicht alle jeden Tag jeden Beitrag einzigartigen Content bringen, der ausschließlich aus unserem Kopf sprudelt. Wir können nicht jedes Bild, welches wir in unseren Beiträgen nutzen selbst schießen, können nicht jede Information exklusiv zugespielt bekommen. Doch wir können sagen, woher wir die Information haben.

In Amerika funktioniert das super. Die sogenannte Blogosphäre hat dort ein komplett anderes Level als dieser Mist, der sich hier in Deutschland Blogosphäre nennt. In Amerika (und auch vielen anderen Ländern) sind die Blogs eine riesige Community, jeder arbeitet irgendwie miteinander und doch jeder für sich. Es gibt dort kein Gegeneinander, wie es hier in Deutschland der Fall ist.

Hier in Deutschland ist die Situation für viele Blogger teilweise sehr unangenehm, ich merke das jeden Tag auf’s neue, wenn Kollegen von mir wie René Hesse von mobiFlip immer wieder auf Leute trifft, die seine Blogbeiträge teils 1:1 kopieren oder auch einfach nur umformulieren. Auch ich hatte schon eine Situation, wo eine Kategorie meines Blogs 1:1 kopiert wurde, konnte ich privat regeln, war aber extrem unangenehm. Oftmals werden Screenshots geklaut, die andere gar nicht gemacht haben können. Oder auch Fotos, welche ich geschossen habe.

Ich habe keinerlei Probleme, wenn jemand meinen Blog liest und dann etwas zu dem Thema schreibt, über das ich geschrieben habe. Ich habe auch kein Problem damit, wenn die Screenshots aus dem Beitrag genutzt werden oder einzelne stellen zitiert (nicht kopiert) werden. Aber wo ist das Problem, dann einfach einen Link zu setzen? Wer hat den deutschen Bloggern erzählt, dass Links setzen schädlich ist. Ich werde in diesem Beitrag auch einige Links setzen, nachdem ich ihn fertig geschrieben habe. Und? Der Beitrag wird dennoch gelesen und die anderen Seiten haben vielleicht auch noch etwas davon.

Ich helfe wirklich gerne. Sehr gerne sogar. Und da ist ein Link einer Quelle einfach mal kein Beinbruch. Ein kurzes »via« hier, ein verlinkter Name dort und ein Bildnachweis unter’m Bild oder am Ende des Beitrages. Mein Blog hat sich davon noch nicht von alleine gelöscht. Er ist nicht explodiert und auch ein Pferdekopf lag deswegen noch nicht auf meinem Bett. Ich habe es überlebt und anderen hat es geholfen.

Wovor habt ihr Angst? Glaubt ihr, dass Google euch aus dem Index schmeißt, nur weil ihr einen Link setzt? Glaubt ihr ehrlich an Linkjuice? Jetzt mal ernsthaft. SEOs sind nun mal eine Gruppe von Menschen, die so viel Schwachsinn erzählt, wie Politiker es tun. Sie erzählen so viel Mist, dass es teilweise wirklich brutal ist und schade ist, dass Menschen darauf reinfallen. Seiten werden angeblich besser gerankt, wenn sie ihre Links mit Nofollow versehen? Nein! Das ist Mist. Ebenso ist es Schwachsinn, dass man schlechter gerankt wird, wenn man Links setzt.

Das Internet lebt von Links! Es lebt davon, dass wir uns gegenseitig vernetzen. Es lebt davon, dass Autoren (und darunter fallen auch Blogger) in ihren Beiträgen auch mal andere Menschen verlinken, wenn sie schon deren Inhalte als Inspiration nutzen. Es ist doch nicht so schwer. Es wäre mir sogar egal, wenn diese Link nofollow sind. Geklaute Beiträge ranken eh nicht höher als meine selbst geschriebenen, Google kann das mittlerweile gut auseinander halten. Aber ihr könnt sie doch wenigstens setzen.

In letzter Zeit fällt mir immer wieder auf, dass Beiträge, die ich geschrieben habe auf anderen Seiten auftauchen, wenn auch in veränderter Form. Doch ungewöhnlich, wenn auf einmal mehrere Menschen über etwas bloggen, was ich zuerst verbloggt habe oder was seit Monaten keine Erwähnung gefunden hat. Natürlich wurde ich in keinem dieser Beiträge auch nur erwähnt. Verlinkt sowieso nicht. Und so geht es nicht nur mir. So geht es sehr vielen Bloggern in Deutschland und diese trifft es meist mehr, da diese nicht nur aus Spaß bloggen, sondern auch weil es ihr Beruf ist.

Ja Blogger ist ein Beruf. Auch wenn er vielleicht nicht von der Agentur für Arbeit anerkannt werden würde, ist es ein Beruf wie jeder andere auch und es gibt Menschen, die davon leben. Nicht weil es einfach ist, nicht weil es viel Geld bringt, sondern weil es ihnen Spaß macht. Und genau diese Menschen werden ausgebeutet. Seiten wie zum Beispiel Areamobile durchforsten diese Blogs und formulieren dann die Beiträge schnell um. Einfach so. Ohne Quelle. Nutzen teilweise die Bilder und Screenshots mit privaten Daten der Autoren des eigentlichen Beitrages und verdienen sich daran einfaches Geld.

Es kotzt mich echt an. Es macht manchmal dadurch einfach keinen Spaß mehr. Wie erwähnt, blogge ich gerne. Aber ich blogge ohne finanzielles Interesse. Das bisschen Werbung hier im Blog dient der Refinanzierung des Servers und nicht einmal das klappt aufgrund der niedrigen Klickraten immer. Aber das ist mir egal, ich binde keine Layer ein, kein Flashwerbung, die den Hintergrund meines Blog Pink oder schwarz färbt, weil T-Mobile oder Congstar mal wieder eine unglaublich tolle Werbekampagne haben. Warum nicht? Ich will, dass ihr euch hier wohl fühlt. Ich blogge auch für euch und nicht nur für mich.

Wenn ihr Geld machen wollt mit bloggen, dann tut das aus eigener Kraft. Tut das, weil ihr selbst etwas könnt und nicht, weil ihr so schnell kopieren könnt, wie kein Anderer. Schreibt, was ihr denkt, bloggt was ihr wollt. Es ist euer Blog. Seid ihr selbst und kein Anderer. Man darf bloggen, was man möchte wann man möchte und wie viel man möchte. Da gibt es keine Regeln, die macht ihr euch selbst und sie sind Schwachsinn . Es gibt beim Bloggen nur eine einzige Regel: Klau nicht bei Anderen! Und die deutsche Blogosphäre scheint es nicht zu schaffen diese einfache einzige Regel zu beachten und das finde ich schade.

Mir ist übrigens bewusst, dass genau diese Menschen diesen Beitrag nicht lesen werden, da sie sich im Recht fühlen. Sie ihre Checks von Contaxe, Adsense und Co bekommen und sich darüber freuen, dass sie mit den Leistungen Anderer so viel Geld verdienen können, aber ich musste das einfach mal los werden und ich darf das. Denn es ist mein Blog! Niemand wird gezwungen ihn zu lesen und ich lasse mir nicht vorschreiben, was ich zu tun habe. Ich kenne die einzige Regel beim bloggen und befolge sie, der Rest der Regeln, die ihr macht, ist mir egal und das sollte es euch auch sein…

Bildnachweis: ChloeXIII

31 Kommentare

  1. Deutsche Mentalität in Verbindung mit Geld ist das Problem. Ich denke mehr muss ich nicht sagen. Zudem gönnt man dem anderen nichts, zumindest ist bei einem Großteil der Fall.

    Die deutsche Blogosphäre kann zudem nie zusammenwachsen, weil viele schon andere Dinge tun als sie sagen. Einige vermitteln vor allem stark das Gefühl sie wären die Blogger überhaupt, nur weil sie ein Jahr länger bloggen und vielleicht höhere Reichweiten haben.

  2. So isses Denny. Als Blogger darfst du kein Geld verdienen, sonst gilt man gleich als käuflich und Neider gibt es an jeder Ecke. Gönnen können ist nicht so :/

    @Wishu: Das In-Amerika-ist-alles-besser-Geschwätz haste Textmäßig geklaut, dass kann man alle paar Monate in Blogs lesen. Ob es so ist? Behaupte ich nicht – vielleicht bei wenigen großen Blogs, aber die werden auch viele kleine Blogs haben, die mit Content-Klau und Co arbeiten. Überall das Gleiche. Leute wollen ohne eigene Arbeit eben mal Geld machen. Schmarotzer eben.

    In diesem Sinne: einfach weitermachen, einfach bloggen – irgendwann bekommt man schon mit, wer die netten Blogger sind, die auch mal linken und teilen usw :)

    • Geklaut ist an diesem Beitrag gar nichts. Ich lese nur sehr viele (auch private und nicht so große) US-Blogs und sehe dort eine komplett andere Mentalität als hier in Deutschland. Deutsche gönnen einfach nichts. Deutschland ist nicht umsonst das Land der Nachbarschaftskriege. Man will immer mehr, besser, höher, weiter, toller, schöner grüner und was auch immer als sein Nachbar sein. Klar, gibt es das überall, aber nicht in dem Ausmaß wie hier und das ist das, was mich ankotzt. In anderen Ländern klappt es auch, warum hier nicht?

      Ich weiß wer diese Blogger sind, diese mag ich auch und du gehörst dazu. Du verlinkst nicht nur auf deinem privaten Blog auf andere Blogs, sondern auch in Beiträgen auf Notebooksbilliger.de das durfte ich mal am eigenen Leib erfahren ^.^ Da hattest du mich erwähnt. Und ich sag's mal so, wenn du es kannst, warum die Anderen dann nicht?

      • Warum das andere nicht können? Haste ja oben schon angerissen ;) Bloggen ist mittlerweile seit fast 3 Jahren mein Hauptberuf – ich bin auch auf andere Quellen angewiesen und auf die wird eben verlinkt. Ist halt so. Ich weiss aber, wie du dich gerade fühlst. Jedes Mal, wenn ich so einen Beitrags-Rip o.ä. sehe, dann brodelt es in mir. Früher hätte man solchen Leuten erst einmal die Kniescheiben kaputt gehauen ;)

  3. Danke fürs Ansprechen, unterschreibe ich so. Und auch danke fürs linken :)

  4. Hey,

    ich kann genau nachvollziehen, was dich so aufregt. Auch ich als Nachrichtenblogger (aber nur zu bada – Samsung’s Smartphone OS) erlebe, dass die Konkurrenz einfach Beiträge umschreibt und keine Quellen nennt.

    Bestes Beispiel ist mir gerade vorhin erst passiert: ich habe gestern über ein paar Infos gebloggt, die auf der deutschen Samsung-Seite aufgetaucht.

    Heute schreiben die polnischen Kollegen darüber und nennen keine Quelle. Machen eigene Screenshots, aber nutzen exakt die gleichen Links wie ich.

    Und mal im Ernst: als ob die selbst darauf gekommen sind…

    Aber hey, ich sche** inzwischen drauf. Aufregen kostet dich nur unnötig Power und du kannst nicht viel dagegen machen.

    Wenn es zu dreist wird, kann man über eine Abmahnung oder Androhung dieser nachdenken, aber die Folge davon wäre auch wieder ein unnötiger Krieg…

    Mich stört einfach, dass manche ernsthaft denken, sie können alles kopieren und das wie Eigenarbeit aussehen lassen…

  5. Danke für diesen schönen Beitrag^^
    Vor allem bei Neulingen ist es denk ich wichtig die regln zu kennen, und ich bin zum Beispiel so ein neuling und weiß jetzt auf jeden fall wie ich meine blogbeiträge NICHT gestalten und worauf ich achten sollte^^

    • Blogge einfach so, wie du denkst es sei richtig. Versuch nicht gestellt seriös zu wirken, wir beide wissen, das passt nicht. Sei ernst, wenn du ernst sein willst, nicht wenn du denkst, du musst. Sei lustig, wenn du es willst. Emotionional, wütend, niveaulos, philosophisch – all das, dann wenn du es willst. Das ist das einzige: Sei du selbst.

      Es gibt also quasi 2 Regeln:
      1. Sei du selbst
      2. Klau nicht bei Anderen

      • ^^ das versuche ich auch und auch wenn mein blog noch keinen monat alt ist bin ich bis jetzt doch recht zufrieden :3

  6. Ich glaube dieses Nichtverlinken ist im Techblogbereich nicht so schlimm wie im übrigen Blogbereich. Bei den Techblogs sehe ich im Gegenteil größtenteils eine tolle Verlinkungskultur.
    Bei allen anderen scheint es aber noch nicht angekommen zu sein. So schrieb ich vor kurzem in meinem Beautyblog einen Artikel mit einem sehr einzigartigen Thema, welches ich in keinen Blogs in den letzten 2 Jahren sah. Nun eine Woche nach meinem Artikel taucht ein Blogbeitrag auf, der genau das gleiche Thema und genau den gleichen Artikelaubau hat, ein "gefunden bei" oder "inspiriert durch" gabs nirgendswo.

    In privaten Blogs hingegen ist das mit dem Verlinken so eine Sache. Ich schreibe größtenteils Uniquen Content, der wirklich so meinem Kopf entsprungen ist. Seien es Erfahrungs- oder Meinungsartikel. Da ist nicht groß verlinken, es sei denn ich kann angeben wer mir auf die Idee brachte.

    Ich sehe das alles also gar nicht so tragisch wie du. Was mich allerdings ein bisschen stört, ist oben deine Abwandlung:

    "Ich mache das vollkommen privat und nicht, wie viele meiner Kollegen beruflich. Ich mache es also komplett aus Spaß, nicht weil ich es unbedingt brauche. Alles was ich schreibe, kommt von Herzen"

    Ich blogge privat und beruflich, ich blogge auch aus Spaß und nicht weil ich es muss oder brauche, sondern weil ich es will. Wenn ich einen Artikel gegen Geld schreibe, stecke ich da genauso mein ganzes Herzblut hinein, wie wenn ich einen Artikel privat schreibe. Du kannst kein guter Blogger sein, wenn du deinen Job nicht liebst und nicht liebst was du machst, denn das lesen die Leute heraus und so Blogs wo die Leute nur Äffchen sind und sich zwingen zu schreiben, gibt es genug.
    Das einzige was einen bezahlten und einen nichtbezahlten Blogger unterscheidet, ist die Bezahlung. Der Rest ist zumindest in meinem Fall das Gleiche.

    Ich schreibe das so explizit, weil ich schon des öfteren hörte "Ich mach das nicht für Geld, sondern aus Spaß". Beides schließt sich doch nicht aus. Du hast immerhin auch Contaxe und Banner hier im Artikel und dadurch wird er dir nicht weniger Spaß gemacht haben :)

  7. "Glaubt ihr, dass Google euch aus dem Index schmeißt, nur weil ihr einen Link setzt? Glaubt ihr ehrlich an Linkjuice? Jetzt mal ernsthaft. SEOs sind nun mal eine Gruppe von Menschen, die so viel Schwachsinn erzählt…"

    Schon mal daran gedacht, dass nur 10% der Blogger aus Idealismus bloggen und der Rest es als Ergänzung zum daily Business sieht? Wenn die restlichen 90% tatsächlich gar alle nur (Social) SEOs à la @Ricarda sind, dann ist es verständlich, dass hier in D auch an Linkjuice "geglaubt" wird.

    Alle wollen Inlinks, aber keiner will rauslinken, es sei denn er kriegt was dafür – dieses Verhalten macht das Prinzip des Netz kaputt, denn verlinken = vernetzen. Ich handbabe das anders. Gute Inhalte werden verlinkt. Leider missachtet Google dieses Verhalten beim Berechnen des Rankings, denn "schwarze Löcher" wie Newsseiten und SEO-Blogs ranken viel zu gut, als dass sie dem User durch Verlinken anderer Seiten die Möglichkeit geben würden, abzuspringen.

    Nicht gut, aber ist leider so: Das Netz ist der Gold Rush dieses Jahrhunderts. Und für jedes noch so kleine Nugget wird der benachbarte Goldwäscher schon mal um sein geistiges Eigentum beschissen.

  8. Ich kann Deinen Ärger durchaus nachvollziehen, finde aber diese omnipräsenten USA-Verweise unsinnig. Des Nachbars Garten war schon immer grüner und in den letzten Jahren hat glaube ich kein einziger der vielen "Wir verlinken uns nicht gegenseitig" Beiträge was eingebracht.

    Im Gegenteil: Ein Herz für Blogs wurde zur (lächerlichen) digitalen Schlammschlacht. Mir ist das mittlerweile alles so egal geworden, lass sie halt abschreiben.

    Aber wie gesagt: es ist verständlich dass Du deinen Ärger raus lässt.

  9. Ich bin neu in der Blogosphäre und habe noch keine Erfahrung mit Content Klau gemacht. Vermutlich würde ich es auch gar nicht merken, wenn jemand meine Artikel kopieren würde. Gibt es da Tools für, die das checken oder stoßt ihr durch Zufall auf Plagiate eurer Artikel?

    • Ich bin mir sicher, es gibt Tools dafür, aber ich will ehrlich gesagt gar nicht wissen, wie viele Kopien es von meinem Blog und den Beiträgen gibt. Ich stoße meist zufällig drauf oder werde indirekt drauf hingewiesen.

  10. Ich kann Deine Wut verstehen, v.a. aber wenn es um kompletten und eindeutigen Content-Klau geht. Sicherlich wäre es auch schön, wenn Blogger Links setzen wie "inspired by" – aber ich finde das kann man nicht immer erwarten.

    Wir werden ständig von irgendwem zu irgendwas inspiriert, wenn ich eigene Gedanken dazu entwickle kann ich auf eine Inspirationsquelle hinweisen, muss das aber meines Erachtens nicht unbedingt.

  11. Da hat sich aber jemand so richtig seine Wut und seinen Frust von der Seele geschrieben. Aber zu Recht. Schön, dass hier mal wieder ausführlich auf den Wert geistigen Eigentums hingewiesen wird. Ich gebe zu, auch ich hole mir natürlich Inspiration aus dem Netz, würde aber nie auf Links verzichten oder gar klauen. Das geht gegen die Schreiberehre. Schade nur, dass die, die es angeht, hier nicht erreicht werden.

  12. ich hab mal den Satz über die SEOs als Statement auf Facebook gepostet (mit Link).
    Unsere SEOs freuen sich da immer drüber ;-)

  13. Die SEO-Spinner und ihr Gelaber von Visibility-Ranks, sollte man als Blogger nun wirklich nicht mehr ernst nehmen. Sollen sie sich doch den Content der Netzwelt zusammen klauen, solange es noch funktioniert.

    Das Problem der deutschen Blogosphäre ist m. E. dem Unwissen geschuldet, welches über das Berufsbild eines Bloggers herrscht. Das war in den USA vor wenigen Jahren nicht anders. Das Bild vom coolen Blogger, der mit "ein paar Texte schreiben" reich und berühmt wird, wird sich auch noch eine Weile in Deutschland halten. Der Mythos vom schnellen Geld als Youtube-Star wird ja auch immer wieder gerne von einigen Medien aufgegriffen.

    Ich persönlich habe allerhöchsten Respekt vor allen Bloggern, die sich mit voller Leidenschaft einem Thema widmen, und das weit über 8 Arbeitsstunden hinaus. Die Arbeit hinter einem Blog kennen nur die wenigsten. Das ein Blogger einiges an Kompetenz braucht, um erfolgreich zu sein, kommt noch hinzu. Wer in der Lage ist einen Taschenrechner zu bedienen, der wird sich die Frage stellen, ob Blogger der richtige Beruf für ihn ist. Der eine früher, der andere später.

  14. Oh ja, mein Gott, wie oft habe ich schon über den Linkgeiz in Deutschland geschrieben. Wobei es nicht nur in Deutschland, sondern international leider gang und gäbe ist, Blogartikel zu kopieren.

  15. Ich kann deinen Beitrag unterschreiben. Aber, da ich selbstständig bin und meine Miete bezahlen muss, blogge ich auch, um Geld zu verdienen. Und das ärgert mich hier in Dtl. dieser Neid, wenn jemand Geld verdient. Das viel harte Arbeit dahinter steckt, sehen die wenigsten. Ich persönlich sehe keinen Unterschied darin, ob ich beim Bäcker als Verkäuferin arbeite oder für andere Texte schreibe, die veröffentlicht werden. Das wird wohl noch eine Zeit brauchen, bis das Bloggen offiziell als Beruf anerkannt wird.
    In meinem Blog initiiere ich aber auch viele Projekte. Ich versuche, meinen Lesern etwas zu bieten. Zur Zeit läuft bei mir ein Fotowettbewerb. Die Ausgestaltung hat etliche Tage in Anspruch genommen. Vor ein paar Tagen habe ich entdeckt, dass ein anderer Fotografieblog die kompletten Texte für diesen Wettbewerb einfach genommen hat und selber jetzt auch einen organisiert. Es wurde nicht einmal davor zurück geschreckt, die selben Jury-Mitglieder und Sponsoren anzusprechen. Hätten die sich nicht was eigenes ausdenken können? Aber was solls, ich kann nichts dagegen tun.
    Zu dem Punkt Amerikaner: Ich weiß nicht, wie es wirklich da drüben ist. Aber ich besuche zur Zeit einen englischen Online-Fotografiekurs. Der ist so völlig anders, ich bin so positiv überrascht. Zumal ich die letzten Wochen von der deutschen Blogosphäre und seinen Trollen ziemlich genervt war. Soviel Neid und Missgunst. http://www.janasworld.de/2011/10/07/norgelei-und-
    Im Übrigen hat die Veranstalterin mit ihrem Onlinekurs mal eben 15.000 Pfund verdient. Die nächsten Kurse sind schon ausgebucht. Da drüben würde niemand meckern und sich beschweren, dass sie Geld als Bloggerin damit verdient. Im Gegenteil, alle freuen sich üben ihren Erfolg. Zumal dieser Kurs wirklich Klasse ist und man ihr Herzblut in jeder Unterrichtseinheit spürt. Ich würde mir wünschen, wenn das hier auch mal so wäre….

  16. Hart aber ehrliche Worte. Ich selbst erlebe es zwar seltener das meine Beiträge umgeschrieben werden, aber sehe dafür umso mehr anderen Content, den ich zuvor auf 5 Seiten gelesen habe. Die Leute möchten halt mit wenig Aufwand Geld verdienen und von zu Hause vor dem Computer Geld verdienen, weil sie ein wenig auf der Tastatur tippen können. Das dass aber nur den wenigsten gelingt und das diese wenigen Menschen sich auch viel Arbeit damit machen, wird einfach ignoriert.

    Der Linkgeiz ist einfach da und man muss damit leben lernen. Schließlich kann man eh nichts dagegen tun.

  17. Ich kann deine Wut gut nachvollziehen und muss sagen dass mich das auch ärgert. Es gibt immer wieder Fälle wo man einfach genau merkt dass jemand seinen Content bzw. die Idee dazu irgendwo anders aufgeschnappt hat und es dann es so aussehen lässt als ob das alles auf seinem eigenen "Mist" gewachsen wäre, das ist einfach nicht O.K. Ich hatte auch schon ab und zu den Verdacht dass bei mir jemand "abgeschrieben" hat ohne die Quelle zu verlinken.. Meiner Meinung nach gehört eine Quellenangabe sofern sie denn vorhanden ist, einfach zum guten Ton und sollte selbstverständlich sein. Natürlich gibt es auch Beiträge die man wirklich von sich aus schreibt und wenn ich selber auf eine Idee für einen Artikel komme gibt es eben auch keine Quellenangabe, so einfach ist das. Andererseits darf man diesen Vorwurf aber auch nicht pauschalisieren, gerade bei Techblogs sind Quellenangaben in der Regel vorhanden aber eben nicht in allen Blogs. Ich finde aber dass das Problem nicht nur die Blogs betrifft, schau dir mal die ganzen Zeitungen im Netz an, dort findest du fast nirgends irgendeine Quellenangabe, obwohl man mit etwas Recherche oft genau sieht dass Inhalte fast 1:1 von Wikipedia oder anderen Quellen abgeschrieben oder in leicht modifiziert Form übernommen wurden. Wie gesagt, eigentlich gilt die Angabe einer Quelle als journalistische Grundregel, von daher habe ich bei Zeitungen noch viel weniger Verständnis für fehlende Quellenangaben als bei irgendwelchen nichtkommerziellen Hobbyblogs!

  18. Ich habe mein WP vor kurzem auf dofollow umgestellt, das es dort standardmäßig anders ist ist in der Tat nicht so schön.
    Aber kopierte Beiträge habe ich bisher kaum welche gesehen, erst recht nicht in den Blogs in denen ich regelmäßig lese.

  19. es ist schwer zu sagen, wie groß der anteil derer ist, die linkgeiz zum obersten lebensinhalt für sich auserkoren haben. von daher lässt es sich auch schwer abschätzen, wie groß das fass sein sollte, welches man dafür aufmacht.

    aber grundsätzlich ist das problem existent. und es geht über die blogosphäre hinaus. ich ärgere mich bspw regelmäßig über spiegel online, die referenzierte seiten nicht verlinken, ja nicht einmal den unverlinkten url in den beitrag einbauen.

    ist das inkompetenz oder dreistigkeit?

    wie dem auch sei – content-klau geht gar nicht! und linkgeiz ist eine unangewohnheit, die uns alle – ja alle – am fortkommen hindert.

    • Es ist schlicht und einfach Inkompetenz. Diese Menschen sind noch immer nicht wirklich im Internet angekommen, wollen aber mitspielen. Das wäre wie wenn ich mit einem Handball Fußball spielen wollte, weil es ja auch ein Ball ist.

  20. Deine Kritik an AdSense ist amüsant – Du verwendest es ja selbst! :)

    • Wie ich sehe, hast du den Beitrag nicht richtig gelesen. Es geht hier nicht um die generelle Kritik an AdSense. Es ging darum, dass diese »Blogger« einen Blog hochziehen, Beiträge kopieren und dann dafür Geld kassieren, in Form von Werbung. Bei mir ist jeder Beitrag selbst geschrieben und Adsense war hier auch nur ein Beispiel. In den meisten Fällen ist es Flashwerbung, Layerwerbung und Co, die zudem noch die Lesbarkeit und den Komfort der Seite extrem herab setzen.

      Und dass ich meinen Server nicht geschenkt bekomme, sollte klar sein. So ist es schön, alle 2-3 Monate mal einen kostenfreien Monat durch Werbung zu haben. Und du kannst nicht behaupten, dass auf diesem Blog zu viel Werbung zu finden ist.

  21. Ja, das ist alles sehr ärgerlich, Ich glaube aber kaum dass es in Amerika besser ist. Wenn Ich mir z.B. Blogs mit Reviews über neue Infoprodukte ansehe steht dort fast überall dasselbe. Niemand (fast Niemand) kauft diese Produkte selbst und schreibt aus eigener Erfahrung darüber. Alle schreiben mehr oder weniger voneinander ab. Und dies gilt auch für Ebooks oder Artikel. Es ist schon oft vorgekommen dass Jemand einfach einen Artikel vin z.B. Ezinearticles genommen und auf seinen Namen bei anderen AVs eingereicht hat.

  22. Super Beitrag! Kann ich auch nur unterschreiben.
    Mein eigener Blog existiert noch nicht lange, aber ich mache mir oft Gedanken darüber, was ich machen soll, wenn jemand was von mir klaut, vor allem, weil (bis jetzt jedenfalls) alles von mir stammt, die Texte, die Bilder…
    Aber ich hab eher auch Angst davor, dass jemand etwas klaut, es als sein Eigentum ausgibt und mich dann anzeigt dass ich das kopiere. Das ginge noch mal einen Schritt weiter.
    Ich finde es sehr schade, dass sich so viele Blogger anscheinend als Konkurrenten sehen. In meinen Augen sind sie das eigentlich gar nicht.
    Und zum voneinander abschreiben, das finde ich irgendwie doof. Man schreib doch keinen Blog, um von anderen was zu kopieren, sondern um selbst Dinge loszuwerden und anderen mit zu teilen. Wer sich selber nichts ausdenken kann, finde ich sollte auch nicht bloggen.
    Grüße,
    Najahaje

  23. Wären wir bei FB, würde ich unter Deinen Beitrag ein DICKES „Gefällt mir“ setzen! – Aber wir sind nicht bei FB, drum gibts einen Link von mir auf Dein Blog – einfach, weil es in der Gesamtheit paßt und wir ja endlich mal das Mantra vom „Guten Content der wo Backlinks von alleine macht“ Realität werden lassen müssen. Willkommen in meiner Blogroll :)

    • Und alle so Yeey :D Danke für das Kompliment ^^ Hab mal deinen Blog in meine Feeds gehauen. Hab gerade leider keine Zeit reinzulesen, aber mal sehen, vielleicht schafft er es ja auch in meine Blogroll :D Der Name gefällt mir schon mal ^^