Wie ich blogge

Dieser Beitrag wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Ich blogge gerne. Nicht so viel, wie andere, aber ich tue es echt gerne. Man merkt an den großen Lücken hier im Blog, dass ich es nicht immer schaffe. Oft aus Zeitgründen, viel öfter aber weil ich einfach nicht zufrieden mit dem bin, was ich geschrieben habe. Das passiert mindestens einmal die Woche. Diesen Umstand habe ich auch auf Twitter schon des Öfteren erwähnt, weswegen mir ein Phänomen bereits öfter begegnet ist, wenn ich über Gastbeiträge mit Leuten gesprochen habe. Sie gehen davon aus, dass ich wert auf eine extrem hohe schriftliche Qualität lege. Da mich das tatsächlich jedes Mal wieder überrascht möchte ich einfach kurz mal festhalten wie ich eigentlich blogge.

Tastatur

Um aufzuklären, warum ich Beiträge lösche mit denen ich nicht zufrieden bin, obwohl ich nicht so sehr auf Qualität wert lege, wie andere vermutlich denken. Natürlich achte ich auf sprachliche Richtigkeit, Rechtschreibung und Interpunktion (wobei zumindest das aufgrund der viel zu vielen Kommata, die ich immer setze, meist weniger klappt), das sind aber für mich eher Basics. Das Werkzeug, mit welchem ich mit euch kommuniziere, ist die Sprache. Meine Sprache. Ich schreibe, wie ich spreche und spreche wie ich schreibe. Ich achte keineswegs auf ausgefallene Sprache oder das Worte perfekt im Einklang miteinander sind. Ich schreibe einfach.

»Man merkt halt, dass du dir ausführlich Gedanken machst bevor du schreibst.« Dieser Satz hat mich am meisten überrascht. Denn Fakt ist: Vor einem Beitrag mache ich mir keine Gedanken. Es gibt bei mir nur extrem selten einen Moment, in dem ich darüber nachdenke, etwas zu verbloggen, es dann aber nicht sofort tue. Wenn ich etwas sehe, worüber ich bloggen möchte, tu ich das. Sofort. Wenn ich einen Gedanken habe, den ich verbloggen möchte, tue ich das. Sofort. Wie auch jetzt. Ich habe nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet, was ich in diesem Beitrag schreiben werde, mir kam der Gedanke, ich möchte darüber schreiben und tat es.

Es ehrt mich ein bisschen, dass es einige Leute gibt, die denken ich lege hier extrem hohe Ansprüche rein. Denn so scheint es zumindest bei einigen anzukommen. Ebenso viele mögen meine Schreibe allerdings auch nicht, das weiß ich und wurde mir oft genug gesagt. Aber wie erwähnt: Ich schreibe wie ich spreche und das sehe ich nicht, als etwas negatives. Ich empfinde meine Ausdrucksweise als positiv, ich mag wie ich spreche, ich mag wie ich schreibe und ich mag es, wenn andere das auch mögen oder zumindest anerkennen.

Aber Marco, was ist bei einem Thema, bei dem man sich vorher Gedanken machen muss? Ja was ist dann? Wer hier bereits einige Zeit mitliest wird ein Phänomen mitbekommen haben. In längeren Beiträgen, passiert es manchmal, dass ich am Ende des Beitrages die Aussagen am Anfang relativiere. Warum? Weil ich mir Gedanken gemacht habe – während ich schreibe. Natürlich kann ich mich auch vor dem Schreiben hinsetzen und mir stundenlang Gedanken machen oder ich lasse euch an diesen Gedanken teilhaben und erreiche somit einen Beitrag, der mir deutlich besser gefällt, weil er eben echt ist. Er kommt von mir, nicht von irgendwelchen Planungen, die ich vor dem Beitrag hatte.

Tatsächlich habe ich oft das Problem, wenn mir unterwegs ein Gedanke zu einem Beitrag kommt und ich dann drüber nachdenke, dass ich dann eine Schreibblockade habe. Unterwegs machte ich mir bereits Gedanken zu allen möglichen Formulierungen und habe somit den Beitrag eigentlich bereits im Kopf geschrieben. Da ich nie zwei mal dasselbe schreibe, kriege ich es nicht hin, den Beitrag dann wirklich schreiben. Ich versuche es und der Beitrag landet im Papierkorb von WordPress. Das passiert mir nicht allzu selten und eigentlich ist es schade.

Allerdings hat das einen ganz einfachen Grund. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dieser Blog wäre irgendwie künstlich. Ich möchte keine falsche Professionalität vorgaukeln, wie es manch andere Blogs tun. Ich möchte meine Gedanken loswerden, Dinge mit euch teilen oder euch manchmal eben auch informieren. Für mich selbst. Auch nach über 8 Jahren bloggen bin ich immer noch der Meinung, dass man vor Allem für sich selbst bloggen sollte und nicht für Besucherzahlen. Es ist mir egal, ob dieser Beitrag hier überhaupt von jemandem gelesen wird. Natürlich freue ich mich, wenn am Ende des Tages dann eben vierstellige Zahlen in den Statistiken stehen, aber das ist nicht mein Ziel. Es ist einfach nur ein netter Nebeneffekt und die Statistiken habe ich eh nur, weil ich Statistiken liebe. Im besten Fall über alles. Aber ich schweife ab.

Auf jeden Fall, bin ich nicht sonderlich organisiert beim bloggen. Ich fange an und sehe, wohin es führt. Fehlt mir eine Information zum Thema, suche ich sie raus während ich schreibe. Nicht davor, das würde mich nur davon abhalten überhaupt anzufangen. Ich recherchiere beim schreiben und mache mir meine Gedanken beim schreiben. Und was Anderes würde ich nie von einem anderen Blogger erwarten. Solange Rechtschreibung, Groß- und Kleinschreibung und Interpunktion einigermaßen stimmig sind, ist das für mich mehr als ausreichend für einen Blogger. Auch bei Gastbeiträgen.

Randomfact: In den vielen Fällen dauert die Suche oder die Erstellung eines Beitragsbildes länger, als das Schreiben des Beitrages. Für diesen hier hatte ich zum Glück direkt von Anfang an eine Idee. Wobei dieses Bild aus einem Testbericht zu einer Tastatur stammt, den ich schon 4 Mal (auf genau dieser Tastatur) schrieb, aber nie veröffentlicht habe (Fürs Protokoll, die Fotos sind vom 20.03.2014 – Was es nicht besser macht), weil das Resultat nicht echt wirkte. Naja, vielleicht wird es ja irgendwann mal was ;)

5 Kommentare

  1. Also, ich lese deine Beiträge immer und das sehr gerne. Habe ja auch deinen Blog abonniert, um bloß keinen Beitrag zu verpassen. Durch deine Beiträge wurde mir schon oft in technischen Fragen geholfen oder ein »Aha-Effekt« offenbart.

    »Man halt merkt, dass du dir ausführlich Gedanken machst bevor du schreibst.«

    Ich denke, dieser Satz ist so zu verstehen; wenn du über spezielle Dinge schreibst wo man doch nachlesen muss oder recherchieren, über Technik usw. um nichts Falsches zu schreiben.

    Ich finde, dass dein Blog ein hohes Niveau hat. Er ist eben nicht so daher gekritzelt. Daher passt auch der Satz: »Man halt merkt, dass du dir ausführlich Gedanken machst bevor du schreibst.«

    Ich habe auch mal 2 Jahre gebloggt, einen eigenen Blog gehabt. Auch liebe ich die Statistik und habe mich natürlich darüber gefreut, wenn ich gesehen habe, dass der eine oder andere Beitrag von mir Anklang gefunden hat, weil die Besucherzahl an diesem Tag gestiegen ist oder der eine oder andere positive Kommentar dazu geschrieben wurde. Hatte mir sogar einen Besucherzähler in meinem Blog eingebaut.

    Allerdings, hatte ich mich einer Blog-Community angeschlossen die alles andere als fair war, da neue Blogger dort weggemobbt wurden, mit bösen Kommentaren in meinem Blog oder auch per PN. Dort ging es nach Ranking, die ersten 5 besten Blogs waren an der Spitze zu sehen, bekamen dadurch mehr Leser und wurden dadurch bekannter.

    Mein Blog fand großen Anklang, ich hatte viele Leser und auch viele tolle Kommentare zu meinen Beiträgen. Was einigen Bloggern dann missfallen hat und mich regelrecht weggebissen haben. Bis ich dann schweren Herzens meinen schönen Blog gelöscht habe.

    Hatte dann nochmal einen neuen Versuch dort gestartet unter einem anderen Pseudonym, weil ich dachte, vielleicht hat denen mein Name nicht gefallen, aber dasselbe. Nach einem ½ Jahr hatte ich den Blog dann auch löschen müssen.

    Daher, ist ein unabhängiger Blog so wie deiner, den du auch selbst designt hast, viel besser. Trolle gibt es immer mal, aber lieber weniger Leser, als dass man weggemobbt wird.

    Halte deinen Blog fest und in Ehren, schreibe so wie du es magst. Es tut höllisch weh, wenn man seinen Blog, sein Kunstwerk, seine ganzen Gedanken die man niedergeschrieben hat, auf einmal löscht, alles ist weg und das unwiderruflich.

    Wenn du mal keine Lust oder Zeit hast zu schreiben, eine Schreibblockade hast, dann mach eine Pause. Setz dich nicht unter Druck. 8 Jahre einen Blog zu führen, ist eine großartige Leistung.

    Hab dich sehr lieb <3

    Deine Mum

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    • Wenn du möchtest, können wir dir zusammen einen Blog einrichten, der nicht in einem Netzwerk ist. Einen Server habe ich und Platz ist mehr als genug da. Also falls du mal wieder bloggen willst, sag Bescheid. Ein Blog ist schnell eingerichtet (und mit schnell meine ich, innerhalb von 10-20 Minuten) und würde mir keine zusätzliche Arbeit machen.

      Kannst es dir ja mal überlegen. Wenn du so sehr Spaß daran hattest, ist es sicherlich nicht verkehrt, das wieder aufzugreifen. Nur eben ohne Netzwerk, was dich irgendwo aus Neid rausekeln kann :)

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