Das Konzept von Exklusivtiteln ist überholt

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Seitdem es Konsolen gibt, gibt es auch exklusive Spiele, welche nur für die jeweilige Konsole herauskommen. Das hat alles seinen Sinn und seine Geschichte. Aber ebenso, wie sich die Konsolenlandschaft über die letzten Jahrzehnte verändert hat, hat sich auch der Sinn von Exklusivtiteln verändert und das leider in keine gute Richtung.

Früher waren Exklusivtitel vor Allem für eine Sache gut. Sie sollten sowohl Spieler als auch Entwickler davon überzeugen, dass die jeweilige Konsole die Beste ist oder einzigartige Konzepte hat. Entwickler konnten perfekt für exakt diese Hardware entwickeln und damit zeigen, was mit Softwareoptimierung möglich ist. Fehler im System oder der Architektur wurden teilweise gekonnt von Entwicklern ausgenutzt oder umschifft, um eine Leistung zu erzielen, für welche man an einem PC eine Grafikkarte bräuchte, die bereits allein die Kosten der jeweiligen Konsole übersteigt.

Teilweise ist das auch heute noch so – das zeigen Spiele wie Horizon Zero Dawn sehr eindrucksvoll. Allerdings haben sowohl Sony als auch Microsoft dieses Konzept einer Konsole sehr verwässert und nicht zuletzt Microsoft hat das ganze Thema in eine Richtung gesteuert, welche Exklusivtitel komplett ad absurdum führt. Denn streng genommen gibt es bei Microsoft keine Exklusivtitel mehr für die Konsolen, da jedes Xbox One Spiel auch auf Windows 10 verfügbar ist. Für mich macht es keinen Unterschied, denn trotz GTX 1050 Ti im Rechner und GTX 1070 im Notebook, spiele ich extrem ungern am PC – es liegt mir einfach nicht mehr. Für viele ist das allerdings auch heute noch ein Grund gegen eine Xbox.

Das ist nicht zuletzt Sony zuzuschreiben, welche sehr beeindruckend gezeigt haben, was man mit Exklusivtitel anstellen kann. Nicht grafisch, da sucht man Meisterwerke ebenso mit einer Lupe, wie bei der Xbox – wenn man es denn mit den vorhergehenden Konsolengenerationen vergleicht. Sony hat einfach nur eine Menge Kohle in die Hand genommen und durch schiere Masse gepunktet. Exklusivtitel sind hier keine Spiele mehr, welche besonders auf die Hardware optimiert sind, es sind Spiele die durch einen gewissen Obolus einfach nicht auf der Xbox One landen sollen, technisch teilweise aber nicht ansatzweise auf die PlayStation 4 optimiert ist. Dafür gibt es unzählige Beispiele. Diese Spiele erkennt man auch sehr oft daran, dass sie eben auch am PC verfügbar sind (was ironischerweise bei der PS4 niemanden stört 😜).

Das Ganze hat Microsoft sich sicherlich selbst zuzuschreiben. Wenn man den Launch der Xbox One nicht so sagenhaft vergeigt hätte und Sony nicht so beispielhaft jeden einzelnen Fehler von Microsoft ausgenutzt hätte, würde das Ganze heute sicherlich anders aussehen. Allerdings würde es in meinen Augen nicht besser aussehen. Denn Microsoft wäre nicht in Zugzwang geraten. Ich denke wir sind uns alle einig, dass Dinge wie Xbox Play Anywhere, die Abwärtskompatibilität zur Xbox 360 (und bald auch der Original Xbox) oder das hervorragend ausgebaute Xbox Live mit all seinen Community-Features, heute nicht so aussähen, wenn Microsoft zum Start alles richtig gemacht hätte. Man musste aufholen und das kam den Spielern zugute.

Nur hat Sony eben in der Zeit, in der Microsoft Schadensbegrenzung betrieben hat, auf das richtige Pferd gesetzt. Geiselnahme ähm… Ich meine Exklusivtitel. Wer die besten Singleplayer Games der aktuellen Konsolengeneration spielen möchte, kommt nicht um eine PlayStation 4 herum. Wer hingegen lieber am PC spielt, der braucht keine Xbox One, denn jeder aktuelle Titel ist dort verfügbar. Das schadet den Verkäufen der Xbox One erheblich, allerdings ist es das beste Szenario für den Spieler, wenn es sich schon um Exklusivität handeln muss.

Ich persönlich empfinde dieses Konzept allerdings stark überholt. Die aktuelle Konsolengeneration ist so zersprengt in der Leistung, dass der ursprüngliche Sinn dahinter eben nicht mehr greift. Entwickler können eben nicht mehr für ein Gerät entwickeln. Nicht mehr so stark optimieren. Sie müssen immer die Mehrleistung der Upgrades im Hinterkopf behalten. Die PS4 Pro ist knapp doppelt so stark wie die PS4. Die Xbox One X ist mehr als 4½ mal so stark wie die Xbox One. Wie soll man da optimieren? Worauf soll man optimieren? Das funktioniert einfach nicht mehr wie früher, wodurch Exklusivtitel eben nur noch dazu da sind, um Käufer komplett ohne echte Argumente auf die Seite der jeweiligen Firma zu ziehen.

Die einzige Firma, welche hier noch etwas leistet, ist Nintendo. Mit speziellen Konzepten der Konsolen und Eingabegeräte, schaffen sie einen Anreiz für die Entwickler Neues zu probieren. Die Spieler haben einen ernsthaften Grund die Konsolen von Nintendo zu kaufen.

In meinen Augen, sollten Publisher und Entwickler endlich aufhören, ihre Seele zu verkaufen, um Exklusivtitel zu ermöglichen. Spiele wie Horizon Zero Dawn oder Uncharted, sind definitiv für eine PS4 gemacht. Nier:Automata, Crash Bandicoot, No Man’s Sky und Co. (oder auch exklusive DLCs) sind allerdings lediglich gekaufte Produkte und schaden damit den Spielern mehr, als sie irgendetwas bringen. Nicht zuletzt, weil dadurch eine Fanboy-Armee entsteht, welche Nutzer einer anderen Konsole zu Gamern zweiter Klasse degradieren sollen. Man ist als Gamer dazu gezwungen sich sowohl die Xbox One und PS4 zu kaufen, wenn man nicht am PC spielen will oder sich für eine Konsole zu entscheiden, wenn das Geld nicht reicht. Und hier gewinnt fast immer Sony.

Als kleiner Disclaimer, falls ihr mich jetzt als Fanboy in den Kommentaren zerreißen wollt: Ich habe die Xbox One, PS4 und Switch daheim. Ebenso, wie oben erwähnt, ausreichend Hardware für PC-Games. Ich bin offen für alle Plattformen, bevorzuge allerdings bestimmte Aspekte an bestimmten Konsolen.

Was meint ihr? Sind Exklusivtitel wichtig für den Spielemarkt und vor allem für die Spieler? Oder würdet ihr euch wünschen, dass Third-Party-Entwickler sich künftig wieder davon distanzieren, sich kaufen zu lassen.

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13 Kommentare

  1. Exklusivtitel sind das einzige das aktuelle Konsolen überhaupt rechtfertigt. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund warum es Sinn machen sollte auf einer Konsole zu spielen wenn ein PC viel mehr leisten kann. Welchen? Nennt mir einen. Der PC ist in jeder Hinsicht überlegen. Der einzige Grund sind exklusive Spiele und deswegen ist die XBONE auch so überflüssig. Sony hat hier die Nase vorn. Nintendo hat nur Kinderspiele. Ich hasse es auf einer Konsole spielen zu müssen aber wenn ich es muss dann auf der PS4. Auf der PS4 gibt es einfach Gründe zu spielen im Gegensatz zur XBONE die eben nicht ein einziges Spiel für mich hat. Ich hasse Exklusivtitel. Weil ich Konsolen überflüssig finde. In einem Markt in dem Konsolen existieren sind sie aber wichtig da sonst niemand mehr Konsolen kaufen würde. Kein einziger weil es keinen Grund gibt.

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    • Da muss ich dir entschieden widersprechen. Konsolen sind für viele Menschen ein günstiger Einstiegspunkt ins Gaming. Ein Gaming-PC kostet das Vielfache einer heutigen Konsole und ist deutlich schwieriger zu managen, als eine einfache Konsole.

      Was eine Konsole für (teils im Angebot) 200€ leisten kann, ist beeindruckend. Einfach weil nicht für Milliarden verschiedener Hard- und Softwarekombinationen programmiert werden muss. Man hat definitiv seine Vorteile mit einem PC, aber er ist nicht in ausnahmslos jedem Punkt besser als eine Konsole.

      Gründe für eine Konsole gibt es viele. Ich denke das weißt du auch. Es will dir hier auch niemand den PC streitig machen. Darum geht es in dem Beitrag auch überhaupt nicht. PCs haben genauso ihre Berechtigung wie es Konsolen haben und viele Spiele lassen sich an PCs definitiv besser spielen. Aber Konsolen sind in jeglicher Hinsicht deutlich einfacher und nutzerfreundlicher zu bedienen. Auspacken, anschließen, zocken.

      Du hast kein Betriebssystem, um das du dich kümmern musst. Du musst dir nicht Steam, Origin, Uplay und was nicht alles installieren, um losspielen zu können. Es gibt keine Viren, es kann kein Programm im Hintergrund den Speicher besetzen. Der PC ist mächtig, aber er ist auch anfällig und für viele ist alleine das ein Punkt, der für eine Konsole spricht.

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    • Um die gleiche Leistung wie z.B. eine Xbox One X am PC zu haben, müsste ich weit mehr investieren als die €499 für die Xbox One X. Konsolen sind definitiv die günstigere Alternative und sie bieten vor allem einen gewissen Fixpunkt. Die Spiele laufen darauf. Ich werf das Teil an und es funzt. Beim PC läuft das eine Spiel in Topauflösung und das nächste nur noch im mittleren Detailgrad, weil entweder die CPU oder häufiger die GPU nicht mehr mithalten kann, um die Topleistung abzurufen. Dazu in den PC ständig reinvestiert werden. Konsolen bieten da wesentlich mehr Komfort zum guten Preis.

      Darüber hinaus finde ich den Weg, den Microsoft mit Play Anywhere und Cross Platforming einschlägt genau richtig. Das klassische, hermetisch abgeriegelte Konsolen-Konzept wird sein Ende finden. Die Leute wollen Zocken und die Hardware auf welcher sie das tun, wird immer uninteressanter werden. Die Xbox Konsolen werden zukünftig nur noch Mittel zum Zweck sein, um den oben genannten komfortablen Einstieg zu bieten.

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      • Eben das. Grafikkarten, welche mit UHD mit 60FPS umgehen können, fangen bei 500€ an. Die Xbox One X kostet im Gesamten 500€. Das ist einfach ein großer Unterschied. Und wie du selbst sagst, die Spiele auf der Konsole laufen definitiv. Und auch Neuveröffentlichungen in 3-4 Jahren werden darauf noch wie erwartet laufen. Am PC wird die Leistung von den Entwicklern so ineffizient genutzt, dass nach 3-4 Jahren eben schon längst eine neue Grafikkarte her muss.

        Zudem hat man an der Konsole eben den Vorteil, dass problemlos mit dynamischen Auflösungen gearbeitet werden kann (sofern man einen Fernseher nutzt und keinen PC-Monitor), da die Darstellung nicht perfekt Pixelgenau sein muss, um perfekt auszusehen. Fernseher rechnen das Bild selbst scharf und somit wirkt 900p auf einem Fernseher deutlich schärfer, als es auf einem Monitor wirken würde.

        Ansonsten ist deinen Ausführungen auch nichts hinzuzufügen.

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  2. Hi KiwiKaiser,

    deiner These, dass Exklusivspiele früher auf eine Hardware zugeschnitten waren und sich damit vor allem über ihre Technik definiert haben stimme ich zu. Dies hat sich geändert und Exklusivspiele waren eine Frage der Entwicklungskosten.

    1.) Wer zahlt die Entwicklungskosten? (mit Zuschuss/Komplettfinanzierung vom Konsolenhersteller)
    2.) Reicht das Budget, um das Spiel auf mehreren Plattformen zu veröffentlichen und lohnt es sich?

    Du unterstellst in deinem Artikel, dass fast jedes Spiel für PS4+XB1 erscheinen könnte, aber da gibt’s halt Einschränkungen (siehe 2.) In diesem Frühjahr gab es einige gute japanische Exklusivspiele für die PS4. Darunter Yakuza 0 und Persona 5. Beide sind exklusiv ohne Sonys Zutun. Einfach weil die Resourcen beschränkt sind und die XB1 in Japan irrelevant ist. Bei NieR Automata weiß ich gar nicht genau, ob es einen Exklusivdeal gibt. Das Spiel ist von SE und war ein sehr hohes Risiko, weil NieR ein ziemlicher Flopp war. Wenn Sony involviert war, haben sie sich nicht nur „eingekauft“. Sie haben investiert.

    Risikorieche Investitionen sehe ich bei Microsoft fast gar nicht. Sie führen Forza, Halo und Gears of War fort und haben in den letzten Jahren einige Entwicklungsstudios weggegeben (Bungie & Epic) oder geschlossen (Lionhead).

    Ich besitze sowohl PS4, als auch XboxOne. Ich spiele hauptsächlich auf der PS4 und Exklusivspiele auf der XB1. Und ich habe ca. 8 Spiele auf der One. Das ist verdammt wenig. Ich habe sie wegen der Exklusivspiele gekauft und sehe am Horizont wenig Interessantes. Ich habe mich sehr auf Scalebound gefreut, aber das wurde von MS gecancelt. WTF?! Das Spiel kommt von einem renomierten Entwickler, war zu 3/4 fertig und MS cancelt es einfach. Klar: das wäre kein großer Verkaufserfolg geworden. Aber es wäre ein Leuchtturm-Spiel für Fans geworden. Und darum geht es für mich bei Exklusivspielen. Die PS4 hab ich mir für Bloodborne gekauft und die One für Forza Horizon 3. Wenn man mehrere Leuchtturmspiele hat, gewinnt man Kunden für eine Plattform. Und entweder hat das MS nicht verstanden, oder sie haben keine Lust auf solche Investments. Ich glaube es ist letzteres.

    Ich sehe immer noch eine Zukunft für Exklusivspiele. Und zwar als ungewöhnliche Prestigeobjekte, die es ohne das Investment von Konsolenherstellern nicht gäbe. Ich will mehr davon! Konsolenhersteller können Flopps querfinanzieren. Ein Publisher geht ein solches Risiko nicht ein. Ein super Beispiel ist Bayonetta 2. Sega wollte keinen 2.Teil machen. Also hat Nintendo Bayonetta 2 gemacht. Ohne sie gäbe es das Spiel nicht.

    Gekaufte DLCs (Destiny für PS4) oder „Launch-Exclusives“ (Rise of the Tomb Raider auf der XB1) halte ich für lächerlich, weil sie mir als Spieler nix bringen und mich nur einschränken.

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    • Ich kann dir bei dem was du schreibst nur schwer widersprechen. Mit deinen Beispielen hast du durchaus Recht. Es gibt aktuell allerdings 425 (teils noch angekündigte) Exklusivtitel für die PS4, wenn meine letzten Zahlen stimmen. Geht man die Liste durch, fällt durchaus auch auf, dass da viele Spiele bei sind, bei denen die Publisher kein Problem gehabt hätten, das Ganze auch auf der Xbox zu bringen.

      Und die Xbox hat mit Cuphead, State of Decay 2 oder Sea of Thieves durchaus »Leuchtturmspiele«, wie du sie nennst. Sie sind eben nur auch erhältlich auf dem PC, sofern man Windows 10 hat und Xbox Live nutzt. Bei den letzten beiden sogar mit Cross Play. Das ist für mich durchaus ein Argument für die Konsole. Aber wenn ich eben kein Konsolenspieler wäre, bräuchte ich mir nicht extra eine dafür kaufen.

      Wie dem auch sei, auch hier finde ich Exclusives nicht gut. Keines der drei genannten Spiele, zeichnet sich dadurch aus, die Hardware besonders auszunutzen. Hier finde ich lediglich, dass Sony die Spiele „nicht verdient“ hätte, da sie sich so vehement gegen Cross Play wehren.

      Sicherlich ist die Finanzierung ein wichtiger Aspekt und es regt mich bis heute auf, dass Microsoft hier nicht so mutig ist wie Sony. Scalebound wäre großartig gewesen und ich kann jeden voll und ganz verstehen, wenn er deswegen noch immer sauer ist – ich bin es auch. Ich denke allerdings, dass es sich hier um Ausnahmen handelt.

      Oh ja. Timed Exclusives hatte ich nicht mal mehr im Kopf. Die sind auch so mega dämlich und sind in meinen Augen nur noch mehr gegen den Spieler gerichtet.

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  3. Ich hab auch gerne die freie Wahl, wo ich welches Spiel zocke. So geht es glaube ich vielen Leuten und Spieleentwicklung (grade im AAA-Bereich) wird immer teurer. Deswegen werden Exklusivspiele immer seltener und unrentabel. Insofern hast du Recht, dass sie überholt sind.

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  4. Mmh, ich bin auch nicht so der Fan von Exklusivtiteln.
    Wenn es danach geht, müsste ich alle Systeme im Haus haben -> ich mag zB. Halo und The Last Of Us, MS FightSim aber auch, da geht’s schon los.
    Bei mir ist es neben dem finanziellen Faktor (ich denke ein ganz guter Zock-PC kostet mindestens um die 1000€, da bekomm ich eine super Konsole für die Hälfte oder weniger) ganz klar der Zeitfaktor. Knopf drücken, loslegen.
    Und vom Sofa spielt es sich einfach bequemer für mich als mich ins Arbeitszimmer zu setzen.

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    • Genau das ist es eben. Kaufe ich mir jetzt einen PC für 1.000€, den ich dann nächstes Jahr wieder aufrüsten muss oder kauf ich mir drei Konsolen für den gleichen Preis und hab dafür dann eben 95% aller Spiele abgedeckt? Abgesehen davon, dass es eben einfach deutlich bequemer ist.

      Es macht auch schon einen Unterschied, ob ich die Xbox nach einem Monat wieder anschalte und loszocke oder den PC nach einem Monat einschalte, der dann erstmal zig Updates machen möchte. (vorausgesetzt, die Xbox war die ganze Zeit im Standby).

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  5. Ihr schreibt hier viel bei dem ich nickend davor saß und ich habe auch wenig davon gehört, dass jemand sich gefreut hat für ein Spiel, was er spielen möchte, eine zusätzliche Konsole zu kaufen.
    „Ich habe sie wegen der Exklusivspiele gekauft“ interpretiere ich hier auch eher als ein: mich interessieren die Spiele und dann hole ich mir halt noch die Konsole.

    Aber zu zwei drei Punkten will ich noch kurz mein Senf dazugeben.

    „1.) Wer zahlt die Entwicklungskosten? (mit Zuschuss/Komplettfinanzierung vom Konsolenhersteller)“
    Hier muss man mMn zwischen den eigenen Entwicklungsstudios der Konsolenhersteller und den anderen unterscheiden. Dass Naughty Dog zum Beispiel Spiele für die Xbox herausbringt halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich.
    Aber bei allen anderen finde ich Timed Exclusives wesentlich eleganter. „Oh ja. Timed Exclusives hatte ich nicht mal mehr im Kopf. Die sind auch so mega dämlich und sind in meinen Augen nur noch mehr gegen den Spieler gerichtet.“ Bei ob man ein Spiel „nur“ ein paar Monate später oder halt gar nicht spielen kann, weil man aus welchen Gründen auch immer die Plattform nicht besitzt, würde ich mich für ersteres entscheiden.
    Die andere Möglichkeit wäre, dass ein im Zweifel unfertiges Spiel veröffentlicht werden muss, weil man keine Finanzspritze vom Konsolenhersteller bekommt. Oder das Spiel gar nicht erst angefangen zu entwickeln wird.

    „2.) Reicht das Budget, um das Spiel auf mehreren Plattformen zu veröffentlichen und lohnt es sich?“
    Es sollte eigentlich mit den ganzen Standard Spiele Engines (Unity, Unreal Engine für Xbox One und PS4) relativ leicht möglich sein auch auf den andere Konsolen zu veröffentlichen, da behaupte ich mal, dass es sich finanziell immer lohnt auch für die andere Plattform zu entwickeln. Japanische Spiele ohne Xbox Markt vielleicht auch nicht, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn es jetzt um Eigenentwicklungen geht, kann es schon sein, dass es wesentlich aufwendiger ist und sich auch nicht lohnen würde.

    „Konsolenhersteller können Flopps querfinanzieren. Ein Publisher geht ein solches Risiko nicht ein. Ein super Beispiel ist Bayonetta 2. Sega wollte keinen 2.Teil machen. Also hat Nintendo Bayonetta 2 gemacht. Ohne sie gäbe es das Spiel nicht.“ Da würde ich behaupte, dass sowohl die großen Publisher als auch Konsolenhersteller das können. Da kommt es wohl eher auf die Leute an, die entscheiden, ob ein Spiel finanziert wird oder nicht.

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    • Naughty Dog zähle ich als First Party und diese entwickeln eben auch direkt für die PS4. Das sieht man optisch schon und da sage ich im Text ja auch, dass Spiele welche die Leistung der Konsole ausnutzen, da für mich ein bisschen Narrenfreiheit haben. Das sind halt Spiele die so nie erscheinen könnten, wenn man sie für mehrere Konsolen optimieren müsste, unabhängig von der Finanzierung. Forza ist da auch ein gutes Beispiel, weil es eben sehr heftig auf DirectX aufbaut, was es auf der PS4 einfach nicht gibt.

      Japanische Spiele sind tatsächlich immer so eine Sache. Der Markt für die Xbox ist einfach nicht existent. Da macht Microsoft zu wenig für. Wenn sich dann aber ein Publisher wie Square Enix hinter klemmt, dann darf man sich doch zurecht fragen, warum bestimmte Nischenprojekte auf allen Plattformen erscheinen, wirklich große Titel allerdings nicht.

      Bei Bayonetta ist das so eine Sache. Das wollte einfach niemand mehr weiter finanzieren. Bis sich Nintendo da reingemogelt hat. Ist für mich ein schwieriges Beispiel, da es einfach hier nur an Mut gefehlt hat.

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    • Man muss ja auch nicht immer bei allem zustimmen :) Gerade die anderen Meinungen interessieren mich ja auch sehr und der Austausch ist mir wichtig. Ich hatte lange nicht mehr so viele Kommentare unter einem Beitrag und das finde ich sogar sehr erfrischend. :D

      Danke dir :)

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